Ellen-Ammann-Preis für Ursula Männle "Eine beispielhafte Frau"

02.07.2015

Für ihr herausragendes Engagement zugunsten von Frauen prämierte der Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) die amtierende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Ursula Männle, mit dem Ellen-Ammann-Preis. Zudem wurden vier weitere Frauen für ihre Projekte geehrt.

Von links: Schirmherrin Barbara Stamm, Stellvertretende Vorsitzende des Säkularinstituts Ancillae Sanctae Ecclesiae Dagmar Petermann, Preisträgerinnen Ursula Männle, Ulrike Endres-Hoppe, Teresa Göppel, Barbra Solf-Leipold, Eva Mittermeier, und KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder (Bild: Bardehle)

München - Die CSU-Politikerin und Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Ursula Männle (71), hat den vom Bayerischen Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) zum zweiten Mal vergebenen Ellen-Ammann-Preis erhalten. Die Auszeichnung erinnert an dessen Gründerin Ellen Ammann (1870 bis 1932), die zu den Wegbereiterinnen moderner Sozialarbeit und der Gleichberechtigung zählt, und ist mit 2.000 Euro sowie mit einem speziell entworfenen Schmuckstück verbunden. Mit der Hauptpreisträgerin wurden vier weitere Frauen, Barbara Solf-Leipold aus Geisenhausen, Teresa Göppel aus München, Eva Mittermeier aus Ergoldsbach und Ulrike Endres-Hoppe aus München, geehrt.  Prämiert werden Frauen, die mit ihren Ideen, Projekten und Initiativen Grenzen überschreiten, neue Wege gehen und kreative Lösungen entwickeln. „Mit dem Preis will der KDFB charismatische Frauen auszeichnen, deren Initiativen wie Triebfedern in der Gesellschaft wirken“, so die KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder.

Bewusst wolle der Frauenbund nicht eine Organisation oder Einrichtung würdigen, sondern mit Männle  "eine beispielhafte Frau dafür, wie man gesellschaftliche Spielregeln verändert und damit ein besseres Miteinander erreicht", erklärt Schießleder. Die Jury berief sich bei der Ernennung der Hauptpreisträgerin auf  ihr "hartnäckiges Engagement zugunsten von Frauen". Ursula Männle richte ihren Blick nicht auf ein einzelnes Hilfsprojekt, sondern auf die großen Zusammenhänge. Ihr Engagement gegen Frauenhandel und Prostitutionstourismus habe zu einer Zeit begonnen, als das noch Tabuthemen waren. Männle habe Gesetzesinitiativen gefördert, für Aufklärung in Herkunftsländern und die Zusammenarbeit von Frauen aus verschiedenen Ländern und Gruppen gesorgt. „Der Missbrauch, die Abhängigkeit der Frauen, das Ausgeliefertsein motivierte mich, vor allem, da die Öffentlichkeit davor die Augen verschloss“, so Männle. (taw/kna)


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