Total Sozial Eine Nacht in der Bahnhofsmission

06.09.2019

Die ökumenische Hilfestation an Gleis 11 im Münchner Hauptbahnhof ist eine Anlaufstelle bei allen möglichen Problemen: Brieftasche verloren, psychische Probleme, Obdachlosigkeit und vieles mehr. Nachts wird sie zum Schutzraum für Frauen.

Eingangsbereich der Bahnhofsmission © Kiderle

Tagsüber geht es in der Münchner Bahnhofsmission sehr lebhaft zu. Menschen sitzen im Aufenthaltsraum, essen Brote, trinken Tee und ruhen sich aus. Andere warten draußen im Eingangsbereich auf die Beratung bei einer Sozialarbeiterin. Da ist die Frau mit Demenz, die nicht mehr zurück in ihr Heim findet oder der junge Mann, der kein Geld und keinen Schlafplatz hat. Um 21:30 Uhr aber ändert sich das Gesicht der Bahnhofsmission. Die letzten Gäste werden nach draußen gebeten, der Speiseraum leergeräumt und die Eingangstür verschlossen. Nun ist die Bahnhofsmission ein Schutzraum für Frauen, die obdachlos sind, vor häuslicher Gewalt fliehen oder auf Reisen am Bahnhof gestrandet sind. Zwei Ehrenamtliche kümmern sich um sie, geben aber natürlich durch ein Fenster am Eingang weiter Essen und Trinken aus. Wir haben sie eine Nacht lang begleitet.

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Der Autor
Lukas Schöne
Radio-Redaktion
l.schoene@st-michaelsbund.de


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