Bayerische Kircheng'schichtn Einer der letzten Kirchengoldschmiede

13.10.2013

Vom Prunk-Kelch bis zum FC Bayern-Pokal: Andreas Bachmeier aus dem niederbayerischen Winzer hat schon so einiges in seiner Goldschmiedewerkstatt gezaubert. Spezialisiert hat er sich aber auf Kirchengeräte. Damit ist er einer der letzten seiner Art in ganz Deutschland.

Bei ihm funkelt's und glänzt's: Goldschmied Andreas Bachmeier hat sich auf Kirchengeräte wie Monstranzen spezialisiert. (Bild: Sankt Michaelsbund)

Winzer – Kelche, Rauchfässer, Hostienschalen und Monstranzen stapeln sich in der Werkstatt von Andreas Bachmeier. Der 37-jährige Goldschmied kommt aus Winzer im Landkreis Deggendorf. Wie sein Vater hat auch er sich auf Kirchengeräte spezialisiert – eine aussterbende Zunft in Deutschland. Nicht nur, weil immer weniger Priester neue Kelche und Hostienschalen in Auftrag geben. Ein Grund ist auch, dass edle Materialien wie Gold und Silber immer teurer werden.

Über mangelnde Aufträge kann sich Andreas Bachmeier aber trotzdem nicht beklagen, erzählt er im Gespräch mit den Münchner Kirchennachrichten. Bestellungen kommen aus ganz Deutschland in den kleinen niederbayerischen Ort: Ein Rauchfass aus Köln hat er schon auf Hochglanz poliert, für den ehemaligen Papst Benedikt eine Hostienschale aus massivem Silber hergestellt. Und für den Uli Hoeneß Cup, eine Benefizveranstaltung des FC Bayern, hat der Goldschmied heuer den Pokal gefertigt.

Hauptsächlich beschäftigt sich Bachmeier aber mit Kirchengeräten. Wie es zu diesem außergewöhnlichen Faible gekommen ist, das hat unsere Reporterin Elisabeth Schmidt für die Münchner Kirchennachrichten beim Werkstattbesuch herausgefunden. (es)

Mehr Infos zum Goldschmied gibt es hier.

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