„Hofcafé“ im „Brucker Fenster“ Einladender denn je

08.09.2018

Das "Brucker Fenster" im Erdgeschoss des Caritas-Zentrums Fürstenfeldbruck bietet Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nur schwer Fuß fassen können.

Petra Helsper ist die neue Leiterin des Hofcafés
Petra Helsper ist die neue Leiterin des Hofcafés © Caritas München

Fürstenfeldbruck – Mit mehr Platz und neuer Leitung startet das „Hofcafé“ im „Brucker Fenster“ durch. Seit drei Jahren lädt das Brucker Fenster im Erdgeschoss des Caritas-Zentrums Fürstenfeldbruck (Hauptstraße 5) Neugierige ein. Nun wird eine neue Ära eingeläutet: Der bisher dort ansässige Weltladen ist kürzlich in die Fürstenfelder Straße 12 gezogen. Seither sind im Brucker Fenster noch der Gebrauchtbuchladen und das Hofcafé angesiedelt. Durch den neu entstandenen Platz wurden die Räumlichkeiten umgestaltet, das Verkaufssortiment konnte um selbstgemachte Marmelade, Sirup und das beliebte Hofcafé-Salatdressing zum Mitnehmen erweitert werden. Nun sei die Einrichtung noch einladender als zuvor, das Konzept bleibe aber das Bewährte, verspricht die frischgebackene Leiterin Petra Helsper: „Weitere Ideen, die das Angebot in seiner Attraktivität fördern, sind nicht ausgeschlossen, sollen aber gemeinsam mit dem Team geplant und umgesetzt werden.“ Beispielsweise seien Aktionstage oder ein Brunch-Angebot denkbar.

Buchladen und Café bleiben Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nur schwer Fuß fassen können. „Aus meiner Sicht ist ein Beschäftigungsangebot auf dem zweiten Arbeitsmarkt für Menschen in schwierigen Lebenslagen sehr wichtig“, betont Helsper. Das Beschäftigungsprojekt Brucker Fenster biete zudem Menschen mit psychischen Erkrankungen im Zuverdienst sowie Flüchtlingen in einer Integrationsmaßnahme eine „außergewöhnliche Möglichkeit der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und unseren 30 Teilnehmern eine Tagesstruktur mit sinnhafter Beschäftigung“, ergänzt Helsper. Sie folgt auf Sozialpädagogin Oona Moths, die nach Norddeutschland zurückgekehrt ist.

Anknüpfen an Erfolge

Erfolgsgeschichten gibt es schon: Einige Langzeitarbeitslose haben durch die Mitarbeit im Brucker Fenster den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt geschafft und auch arbeitsfähige Asylbewerber und Flüchtlinge haben durch Integrationsmaßnahmen eine Chance erhalten. Finanziell unterstützt werden die Beschäftigungsprojekte vom Bezirk Oberbayern, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Fürstenfeldbruck.

An diese Erfolge möchte die neue Führungskraft anknüpfen. Helsper bringt neun Jahre Erfahrung in der Suchthilfe mit, darunter die Leitung einer stationären Clearing-Einrichtung für suchterkrankte Mütter und deren Kinder. Außerdem hat die Sozialarbeiterin und Systemische Paar- und Familientherapeutin unter anderem eine Kontakt- und Begegnungsstätte für Menschen mit Suchterkrankung neu aufgebaut und arbeitete in der Jugendhilfe sowie als Reittherapeutin. Zuletzt war sie als Referentin für das Projekt „Schulterschluss“ in Bayern tätig. Geboren und aufgewachsen ist Helsper im Raum Mainz, lebt aber seit 20 Jahren in Oberbayern und fühlt sich hier mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern heimisch. Vertraut machen möchte sie sich auch mit den Gästen des Hofcafés: „Ich freue mich darauf, die Brucker Bevölkerung persönlich kennenzulernen.“ (Valentina-Anna Rätz)

Das Brucker Fenster mit dem Hofcafé ist montags bis freitags von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet.


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