Taufe des Herrn Ende der Weihnachtszeit

07.01.2015

Wann endet eigentlich die Weihnachtszeit? Macht man dazu eine Umfrage in der Münchner Fußgängerzone, so reichen die Antworten von "direkt nach dem 2. Weihnachtsfeiertag" bis "Mariä Lichtmess". Beides ist falsch: Offiziell endet die Weihnachtszeit am Fest "Taufe des Herrn".

(Bild: Dutourdumonde/fotolia)

München - Die Weihnachtszeit endet für die Kirche offiziell mit dem Fest „Taufe des Herrn“, das immer am ersten Sonntag nach dem Dreikönigsfest, also in diesem Jahr am 11. Januar gefeiert wird. Das ursprüngliche Ende der Weihnachtszeit war am Fest "Mariä Lichtmess". Das Fest wurde anfangs am 14. Februar, 40 Tage nach dem Dreikönigsfest, begangen. Ab dem 6. Jahrhundert wurde es am 2. Februar gefeiert. Mit der Vorverlegung des Festes vom 14. auf den 2. Februar entstand eine zeitliche Nähe zum Gedenktag des Blasius von Sebaste (3. Februar) und dem mit ihm verbundenen Brauch des Blasiussegens.

Das öffentliche Wirken Jesu beginnt

Seit der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils Mitte der 1960er Jahre endet die Weihnachtszeit am Fest der Taufe des Herrn. Denn mit der beginne das öffentliche Wirken Jesu, erklärt der Leiter des Pfarrverbandes Tegernsee-Eggern-Kreuth Walter Waldschütz. Die Geburts- und Kinderzeit sei damit abgeschlossen. Pfarrer Martin Cambensy aus der Pfarrei St. Martin in München-Moosach hält diese Verschiebung für sinnvoll: „Sonst müssten wir bis Anfang Februar Texte aus dem Weihnachtsevangelium lesen, soviel geben diese Texte nicht her. Es gibt viele andere wichtige Texte, die so nie Berücksichtigung fänden“.

Allerdings gilt diese Regel natürlich nur für die Kirche. Wer seinen Christbaum oder Weihnachtsschmuck gerne noch länger genieße, der könne das natürlich jederzeit tun, dies sei kein Fehler, sagt Cambensy lachend. Auch Pfarrer Waldschütz lässt in seinen Kirchen die Christbäume noch bis Mariä Lichtmess stehen. (sts/kas)


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