Landkreis Caritas berät Haushalte Erfolg für „Stromspar-Check PLUS“

01.06.2015

Weniger Stromverbrauch bedeutetet geringere Kosten - und das ist das Ziel des Projekts "Stromspar-Check Plus" der Caritas im Landkreis München. Bei dem Angebot werden Familien und Einzelpersonen mit geringem Einkommen von speziell ausgebildeten Beratern zuhause besucht und es wird ihnen gezeigt, wie sie Strom und damit Kosten einsparen können.

Energiesparen bringt mehr Geld in der Kasse (Bild: valdimirfloyd-fotolia.com)

München - Die Caritas im Landkreis München freut sich über den Erfolg des Projekts „Stromspar-Check PLUS“, das eine hervorragende Bilanz vorweisen kann. Im Landkreis wurden im vergangenen Jahr 84 Haushalte mit geringen Einkommen, wie kinderreiche Familien, Rentner, Arbeitslose oder Sozialleistungsempfänger, besucht und beraten. Alle Haushalte konnten ihre Energiekosten deutlich senken. „Wir haben erreicht, dass danach jeder Haushalt im Jahr knapp 69 Euro an Energiekosten sparen konnte“, erklärt Claudia Mammach, die das Projekt leitet. „Wir sind sehr dankbar, dass das Landratsamt uns eine halbe Stelle für das kostenlose Prüf- und Beratungsangebot finanziert und auch den Austausch von energiefressenden Kühlschränken finanziell unterstützt.“  

Die Haushalte hätten nach den Maßnahmen weniger Stromkosten zu bewältigen, die das Arbeitslosengeld II/Hartz IV nicht abdeckt. Bund und Kommunen wiederum sparten bei den teilweise hohen Nachzahlungen für Warmwasser und Heizung, die als Pauschalen in den Hartz IV Sätzen enthalten seien. „Besonders erfreulich ist es, dass die Mieter durch ein Umdenken ihr Nutzerverhalten auch langfristig geändert haben und die Stromrechnung dadurch weiter gesunken ist“, sagt Mammach.

 Beim ersten Besuch eines „Stromspar-Checkers“ würden konkrete Einsparvorschläge ausgearbeitet. „Bei einem zweiten Besuch haben die Stromsparhelfer dann einen Koffer mit verschiedenen Stromspar-Utensilien dabei“, so Mammach. Aus einer Vielzahl unterschiedlicher Produkte würden jene Artikel installiert, mit denen am meisten Strom und Wasser gespart werden kann. Die Klienten erhielten dabei Energieeinspargeräte wie Energiesparlampen, Wasserperlatoren oder schaltbare Steckerleisten im Wert bis zu 70 Euro kostenlos sowie einen detaillierten Stromspar-Fahrplan.  

Auch bundesweit feiert „Stromspar-Check PLUS“ große Erfolge. Über 170.000 Haushalte mit geringen Einkommen haben jeweils rund 130 Euro Stromkosten pro Jahr eingespart. Diese Daten wurden jetzt auf dem Fachkongress „Energieeffizienz und Klimaschutz – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ in Berlin mit 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Praxis, Politik, Kommunen, Umwelt-, Sozial- und Verbraucherverbänden sowie der Wissenschaft veröffentlicht.

Beeindruckt zeigte sich auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von den bisherigen Ergebnissen des „Stromspar-Check PLUS“: „Die Stromsparhelfer und die beteiligten Haushalte haben sich nicht nur um das Klima verdient gemacht. Sie haben auch dabei geholfen, die Energierechnung zu senken. Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass Klimaschutzpolitik auch Sozialpolitik sein kann. Bei der Weiterentwicklung von Klimaschutz und Energieeffizienz müssen wir die Perspektive einkommensschwacher Haushalte immer mit bedenken."

Der Stromspar-Check wird seit 2009  bundesweit an derzeit 170 Standorten umgesetzt. (Caritas/sts)


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