Elke Zimmermann Erst katholisch, dann evangelisch - alles aus guten Gründen

18.09.2017

Die Radioredakteurin Elke Zimmermann erzählt, warum sie in der evangelischen Kirche eine neue Heimat gefunden hat.

"Ich hatte einfach keine guten Vorbilder," sagt Elke Zimmermann über ihre katholische Jugend. Da gab es zum Beispiel Ordensschwestern, die ihr in der Schule erzählt haben, dass die bösen Juden den Jesus umgebracht haben und das Fass zum Überlaufen gebracht hat ein Pfarrer, der betrunken am Totenbett ihres gerade verstorbenen Vaters stand und sagte, eine Beerdigung passe diese Woche so gar nicht in seinen Terminplan. Die junge Frau trat aus der Kirche aus. Rund zwanzig Jahre lang lebte sie ohne Bekenntnis. Aber dann hat sie gemerkt, dass sie doch eine Gemeinschaft braucht, mit der sie ihren Glauben teilen kann. Also schrieb sie die katholische und die evangelische Kirchengemeinde an. Aber nur die Protestanten meldeten sich bei ihr. Heute sagt sie, dass sie sich in der evangelischen Kirche mehr daheim fühlt. Sie ist sogar Mitglied der Landessynode und darf den Landesbischof mitwählen. Die Ökumene liegt ihr sehr am Herzen - nicht, weil sie alles gleichmachen möchte. Sondern weil sie die Konfessionen als Geschwister in einer großen Familie empfindet.

Audio

Die Autorin
Brigitte Strauß-Richters
Radio-Redaktion
b.strauss-richters@st-michaelsbund.de


Das könnte Sie auch interessieren

© Jeanette Dietl - fotolia.com

Freiwillige begleiten auf dem letzten Weg Letzte Ehre für Menschen ohne Angehörige

Es gibt schönere Dinge als auf eine Beerdigung zu gehen. Manche Menschen machen das freiwillig – um Verstorbenen ohne Angehörige einen würdevollen letzten Weg zu schenken.

05.12.2017

Jetzt neu für Rosenheim: Der mk-online Newsletter

Wir informieren Sie über Aktuelles, Gottesdienste, besondere Veranstaltungen und Neues aus Religion und Gesellschaft.
Jetzt abonnieren