Missbrauchsprävention Erweitertes Führungszeugnis ist Pflicht

15.05.2013

Priester im Erzbistum München und Freising müssen jetzt ein erweitertes behördliches Führungszeugnis vorlegen. Das bestätigte der Leiter des Personalressorts im Münchner Ordinariat, Klaus Peter Franzl, dem Münchner Kirchenradio.

Auch andere kirchliche Mitarbeiter, die Kontakt mit Kindern und minderjährigen Jugendlichen haben, müssen die Behördenauskunft einholen. Das erweiterte Führungszeugnis biete den Vorteil, dass dort auch geringfügige Erstverurteilungen aufgeführt seien, erklärt Domkapitular Franzl. Die Maßnahme ist eine Lehre aus dem Missbrauchsskandal, der auch das Münchner Erzbistum erschüttert hat. Man wolle damit zeigen, dass Gewalt gegen Kinder nicht geduldet werde, so Franzl weiter. Gerade die Kirche habe die Pflicht, Heranwachsende zu schützen. Das Erzbistum zeige damit, „dass wir transparent vorgehen und nichts unter den Teppich kehren“. Auch Priester im Ruhestand seien gebeten worden, sich an der Maßnahme zu beteiligen. (cw/ph)


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