Zentrum für Kinderschutz Erzbistum zieht positive Bilanz

19.12.2013

Zwei Jahre nach der Eröffnung des Zentrums für Kinderschutz in München hat das Erzbistum München und Freising eine positive Bilanz gezogen. Das E-Learning-Projekt zur Prävention von sexuellem Missbrauch könne voraussichtlich bis Ende 2014 fertig gestellt werden, sagte Monsignore Klaus Peter Franzl.

Kampf gegen Missbrauch kommt voran (Bild: © HaywireMedia - Fotolia.com)

München - Mit dem Zentrum für Kinderschutz verstärkt das Erzbistum München und Freising seine Präventionsarbeit im Kampf gegen sexuellen Missbrauch. Knapp zwei Jahre nach der Einweihung hat Monsignore Klaus Peter Franzl vom Lenkungsgremium eine positive Bilanz gezogen. Die Entwicklung eines E-Learning-Programms zur Prävention von sexuellem Missbrauch sei weit vorangeschritten. „Es schaut so aus, als ob wir das Ganze bis Ende 2014 auch fertig stellen können“, erklärte Monsignore Klaus Peter Franzl im Münchner Kirchenradio. Von dem anstehenden Umzug nach Rom erhoffe er sich, dass die Arbeit des Zentrums innerhalb des Vatikans an Bedeutung gewinne, so Franzl, der im Lenkungsgremium als Vertreter der Erzdiözese vertreten ist. Die Präventionsarbeit innerhalb der Weltkirche profitiere von der Arbeit des Kinderschutzzentrums: „Ich hoffe, dass die Vernetzung von kirchlichen Verantwortungsträgern durch die Arbeit des Zentrums auch nochmal an Dynamik gewinnen kann“, so Franzl weiter.

Das Zentrum für Kinderschutz in München wurde im Januar 2012 eingeweiht. Ziel des Zentrums für Kinderschutz ist es, durch internetgestützte Qualifizierungsangebote Priester, Diakone, pastorale Mitarbeiter, Religionslehrer sowie Ehrenamtliche für die Problematik des sexuellen Kindesmissbrauchs zu sensibilisieren. Ende 2014 zeiht das Zentrum nach Rom. (gj)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Kirche und Missbrauch

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