Gottesdienst in der Lateranbasilika Fahnenschwenker bei der Papstaudienz

30.07.2018

5.500 Ministranten sind bei der Miniwallfahrt in Rom mit dabei. Darunter auch David. Er arbeitet wegen eines Handicaps in einer betreuten Werkstatt in Schönbrunn bei Dachau. Seit seiner Kindheit ist er Ministrant. In den nächsten Tagen wird er für Erzbistum München und Freising Flagge zeigen.

David (links) mit einem anderen Ministranten in Rom.
David (links) mit einem anderen Ministranten in Rom. © SMB/Bierl

Rom/Schönbrunn – Beim Einzug in die Lateranbasilika strahlt David über das ganze Gesicht. Schon der erste Abend bei der Ministrantenwallfahrt nach Rom ist für ihn ein Höhepunkt. Zusammen mit seinem Begleiter Andreas darf David beim Einzug zum großen Eröffnungsgottesdienst eine der großen Fahnen des Erzbistums tragen und schwenken. „Das ist eine ganz große Ehre für mich“, sagt der 30-Jährige, der wegen eines Handicaps in einer betreuten Werkstatt in Schönbrunn bei Dachau arbeitet und seit seiner Kindheit als Ministrant am Altar steht.

Nachtfahrt im Bus

Besonders schön sei das Schwenken der Fahne beim Friedensgruß und beim Segen gewesen, als die 5.500 Messdienerinnen und Messdiener sich umarmten und klatschten. Die meisten von ihnen hatten eine lange Nachtfahrt im Bus hinter sich, die Luft in der Kirche war zum Schneiden - und die Stimmung begeistert. Das hat auch David gespürt, der auf der Altarinsel der traditionsreichen Basilika am Lateran stehen durfte, die bis heute die Bischofskirche des Papstes ist und einen besonderen Rang besitzt.

Flagge zeigen für das Erzbistum

Am Dienstag hat David nun einen zweiten großen Auftritt vor sich. Dann darf er bei der Papstaudienz für die rund 70.000 jungen Leute, die zur internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom gekommen sind, wieder Flagge für das Erzbistum München und Freising zeigen. Dass ihm dabei die Kraft ausgeht, glaubt er nicht. Bei seiner Montagearbeit in der Werkstatt trainiert er täglich seine Muskeln, sagt David. Nach Rom ist er zusammen mit 42 weiteren Ministranten aus dem Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen gekommen. Die Gruppe ist bewusst inklusiv angelegt und schließt auch sechs junge Männer aus Schönbrunn ein, die wie David Altardienst leisten. Damit er sicher durch Rom kommt, steht ihm während der Wallfahrt der 21jährige Student Andreas zur Seite, der früher Oberministrant war.

Der Autor
Alois Bierl
Radio-Redaktion
a.bierl@st-michaelsbund.de


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