Micky Maus und Dom-Quiz Familienwallfahrten der Diözese

19.06.2013

Rom, Paris, Portugal, Südfrankreich: Josef und seine sieben Geschwister sind schon viel herumgekommen. „Nach den Ferien erzähle ich meinen Freunden ja nicht gleich, dass ich eine Familienwallfahrt gemacht habe“, sagt der 14-Jährige.

Disnesland Paris - Familie Drexler aus Garching bei der Familienwallfahrt (Bild: privat)

Wichtig ist ihm der Ferienort. Dabei wären seine Freunde wohl eher erstaunt, dass Pilgern nicht nur heißt, Gottesdienste zu feiern, Kirchen anzuschauen und gemeinsam zu beten. Im Gegenteil: „Disneyland war echt cool“, schwärmen Katharina und Franziska von der Sonderfahrt der Diözesan-Pilgerstelle zur Partnerdiözese Evry südlich von Paris 2010. „Wir haben im Zirkushotel übernachtet und waren einen ganzen Tag im Disneyland“, erzählt die mit neun Jahren jüngste Tochter der Familie Drexler aus Garching bei München. Auch den Eiffelturm kennt sie seit der Reise von oben. „Es ist nicht so, dass alles, was wir machen, geistlich ist“, schüttelt Magdalena lachend den Kopf. Zwei Drittel des Programms seien extra für Kinder und Jugendliche vorbereitet. Darunter immer ein Quiz mit Preisen am Abschlussabend, Besichtigungen, Fahrten ans Meer, in Tropfsteinhöhlen, Lichterprozessionen – „da ist für jeden was dabei“, findet die 15-Jährige. „Für mich ist es einfach toll, dass ich mich außer ums Kofferpacken um nichts kümmern muss!“ Für Klara Drexler, Mutter der fünf Töchter und drei Söhne zwischen vier und 18 Jahren, sind die Familienwallfahrten der Diözesanpilgerstelle im Bayerischen Pilgerbüro Entspannung pur. Die einwöchigen Aufenthalte in den Städten seien „sehr gut durchorganisiert“, schwärmt sie. Von der Hin- und Rückreise über die Unterkunft und Verpflegung bis hin zum abwechslungsreichen Programm. Für sie und ihren Mann, die mit ihrer Gärtnerei, dem Blumenladen und ihren vielen Kindern alle Hände voll zu tun haben, sind die Familienwallfahrten nicht nur erholsam, sondern auch erschwinglich.

Das Ordinariat und der Pilgerfonds unterstützen die jährlichen Familien Sonderwallfahrten der Erzdiözese München und Freising. 1993 ging es erstmals nach Rom, 1998 sogar nach Israel. Auch diesen Sommer, vom 22. bis 26. August, sind Eltern, Großeltern Onkel, Tanten und ihre Kinder eingeladen, mit nach Lourdes zu fahren. Es sind noch Plätze frei, so Dorothea Leitgeb von der Diözesan-Pilgerstelle. Veronika Drexler würde gerne mal nach Spanien und Ungarn, in die Schweiz und die Türkei fahren, Franziska nach Griechenland. Josef zieht es nach Brasilien, Klara Drexler fand das Heilige Land am beeindruckendsten.

„Die Wünsche von unseren Pilgerreisenden versuchen wir aufzunehmen“, sagt Dorothea Leitgeb. Eine neue Wallfahrt nach Israel anzubieten, habe sie sich aber vom Preis her noch nicht getraut.

Bisher hat Klara Drexler ihren Kindern die Gutscheine für die Fahrten zu Weihnachten geschenkt. Im vergangenen Jahr lagen keine unterm Christbaum. In Lourdes war die Familie schon, trotzdem könnte es sein, dass sie sich doch noch spontan anmeldet. In diesem Falle hieße es mal wieder Koffer packen: Einen pro Dreierzimmer mit Kleidung, einen mit Regenausrüstung, einen mit Schuhen. Dazu noch Reisegepäck und Proviant. Kinderwagen und Windeln könnten heuer wohl zuhause bleiben.

Autor: Carola Renzikowski

Information und Anmeldung: Diözesan Pilgerstelle, Dachauer Straße 9, 80335 München, Telefon: 089/54581113,

Internet-Adresse: www.pilgerreisen.de/muenchen-u-freising

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