Jahresbericht missio München Fast 13 Millionen Euro für weltweite Projekte

04.07.2018

Das internationale katholische Missionswerk unterstützt Projektpartner mit fast 13 Millionen Euro. Etwa die Hälfte der Summe ging an Länder in Afrika.

Frau holt Wasser aus einem Brunnen in Burkina Faso.
Frau holt Wasser aus einem Brunnen in Burkina Faso. © imago

München – Im Jahr 2017 hat das internationale katholische Missionswerk missio München 1.023 Projekte mit fast 13 Millionen Euro gefördert. Das geht aus dem am Mittwoch in München veröffentlichten Jahresbericht der Hilfsorganisation hervor. Etwa die Hälfte der Summe sei an Länder in Afrika gegangen. Insgesamt engagierte sich das Hilfswerk in 53 Staaten.

Sonntag der Weltmission

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Spenden laut Mitteilung um mehr als 31.600 Euro auf über 10 Millionen Euro. Die größte Summe an Hilfsmitteln sei mit mehr als 1,2 Millionen Euro nach Burkina Faso gegangen. Der afrikanische Staat war Beispielland zur missio-Kampagne "Sonntag der Weltmission" im vergangenen Oktober. Projektpartner aus dem diesjährigen Beispielland Äthiopien erhielten fast 526.0000 Euro. In Asien seien unter anderem Projekte in Indien mit über 2 Millionen Euro gefördert worden. Auf die Philippinen gingen rund 858.000. In Ozeanien habe Papua-Neuguinea mit über 120.000 Euro die größte Fördersumme erhalten.

missio-Präsident Wolfgang Huber
missio-Präsident Wolfgang Huber © missio München

Päpstliches Missionswerk

missio-Präsident Wolfgang Huber dankte allen Spendern und Förderern. Nur mit Hilfe dieser Unterstützer könne das Netzwerk der katholischen Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien nachhaltig gestärkt werden und diese an der Seite der Ärmsten stehen. Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender des Zentralrates des Hilfswerks, betonte im Vorwort des Jahresberichts: "Glaube ist eine Kraft, die über Kontinente hinweg verbindet. Er schafft eine Gemeinschaft, aus der heraus ein Leben in Frieden möglich ist. Als päpstliches Missionswerk in Bayern wie in der Welt haben wir auch 2017 erlebt, dass diese Gemeinschaft tragfähig ist - auch angesichts vieler neuer Herausforderungen."

DZI-Spendensiegel

Die missio-Partner in den jeweiligen Ländern und das jährlich verliehene Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bürgten dafür, dass die Spenden dort ankämen, wo sie am nötigsten seien, hieß es. Das DZI-Siegel belege unter anderem, dass missio München mit den anvertrauten Geldern sorgfältig und verantwortungsvoll umgehe, transparent arbeite und sparsam wirtschafte. (kna)


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