Landkarte der Solidarität Finanzielle Förderung der Flüchtlingshilfe wird erleichtert

16.01.2015

Gut 40 Punkte sind auf der Landkarte der Solidarität bereits zu sehen. Sie markieren die ehrenamtlichen Helferkreise, die sich im Erzbistum München und Freising um Flüchtlinge kümmern. Die Übersicht zahlt sich jetzt auch praktisch aus: wer auf der Landkarte steht, kann mit Geld aus dem Sonderbudget des Erzbistums für Flüchtlinge rechnen.

Die Landkarte der Solidarität, Stand Januar 2015 (Bild: Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum München und Freising)

München – Fast ein Jahr ist es her, dass der Diözesanrat der Katholiken damit begonnen hat, ehrenamtliche Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe zu dokumentieren. Auf der Homepage der Laienvertretung wurde eine Karte eingerichtet, auf der nach und nach die Orte eingetragen wurden, in denen sich Christen für Asylsuchende und Flüchtlinge engagieren. Beim Klicken auf die Ortsmarke öffnet sich ein Fenster, das das Projekt beschreibt und die Ansprechpartner vor Ort benennt. So können sich die Initiativen mit einander vernetzen, erklärt Anna Noweck, die beim Diözesanrat die Einträge auf der Landkarte koordiniert. Und potentielle Helfer finden schnell in ihrer Region eine Möglichkeit, sich für Flüchtlinge einzusetzen.

Landkarte dokumentiert überkonfessionelles Engagement

Gut 40 rote Punkte leuchten auf der Karte schon auf. Ein paar weitere warten zurzeit noch aufs Einstellen. Die Karte wird sich auch in 2015 weiter füllen, ist sich Noweck sicher. Denn schließlich ist die Landkarte kein rein katholisches Projekt. Melden können sich nicht nur die Ehrenamtlichen aus den Pfarreien, sondern auch überkonfessionell die Helfer aus einer politischen Gemeinde „oder den vielen anderen Formen, so wie das einfach an ihrem Ort entstanden ist“.

Gemeldete Helferkreise erhalten Geld aus Sondertopf des Erzbistums

Und die können von ihrem Karteneintrag nun auch praktisch profitieren. Über den Diözesanrat landet das gemeldete Engagement auf dem Runden Tisch im Münchner Ordinariat, der ein Sonderbudget für die Flüchtlingshilfe in Höhe von fünf Millionen Euro verwaltet. „Ein guter Teil davon wird jetzt auch in die Unterstützung dieser ehrenamtlichen Helferkreise gehen“, berichtet Noweck im Münchner Kirchenradio. Mit dem Geld könnten zum Beispiel Koordinatoren angestellt werden, die die Arbeit begleiten. Aus einem Sondertopf sollen zudem die „kleineren Ausgaben“ der Helferkreise finanziert werden. Die Freigabe der Mittel sei in Arbeit und werde in diesen Tagen bewilligt, kündigte die Referentin des Diözesanrats an. (ph)


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