KDFB-Kampagne Fragen rund um Ehe und Eherecht

26.05.2017

Die Liebe des Lebens treffen und heiraten – wer träumt nicht davon? Doch eine anfangs glückliche Beziehung kann irgendwann auch schwierig werden.

Ein witziges Postkartenmotiv weist auf die Broschüre hin. © KDFB

München – Eine glückliche, harmonische Beziehung gehört für viele Menschen zu einem erfüllten Leben. Doch wer die berühmte rosa-rote Brille trägt, denkt nicht ans Scheitern. Vor dieser Blauäugigkeit warnt Elfriede Schießleder, Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). „Schauen Sie nur, welcher Hype um die Hochzeit gemacht wird, das Kleid kann nicht schön genug sein, das Essen nicht erlesen genug – um alles macht man sich Riesengedanken“, sagt Schießleder im Münchner Kirchenradio. „Nur nicht um ein mögliches Scheitern der Ehe“. Dann allerdings stünden Frauen häufig vor ganz massiven (vor allem finanziellen) Problemen. Mit seiner neuen Kampagne „Valentina“ informiert der KDFB, wo Frauen wichtige Fragen rund um Ehe und Eherecht finden. „Mit unserer Aktion wollen wir speziell junge Frauen ermuntern, sich mit den langfristigen Konsequenzen einer Eheschließung zu befassen. Liebe ist die eine, rechtliche Folgen sind die andere Seite der Ehe“, erklärt Schießleder.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Im Faltblatt „Ich hab ja gesagt“, auf der Postkarte „Mädchen mach die Augen auf, eine Heirat ist kein Online-Kauf (Keine Geld zurück Garantie!)“ und auf der Webseite www.
valentina-sagt-ja.de vermittelt die Zeichenfigur Valentina anschaulich, welche Fragen Frauen sich stellen sollten, bevor sie sich ewig binden, und welche Handlungsoptionen zur Auswahl stehen. Informationen und Werbematerial mit Valentina werden ab sofort in Familienberatungsstellen, Frauenarztpraxen, Brautmodengeschäften, Gemeinden und Städten ausliegen und über Jugendverbände und andere Frauenverbände verteilt.

„Wir möchten, dass Frauen sich fragen, wie ihre persönliche Situation aussieht und welche Pläne sie für ihr Leben haben“, sagt Schießleder. Es sei wichtig zu überlegen, ob es sinnvoll ist, einen Ehevertrag zu schließen, um finanzielle Nachteile durch Erziehungszeiten auszugleichen oder Streitigkeiten von vornherein durch klare Absprachen zu vermeiden.

Empfohlen wird zudem die beim Bayerischen Sozialministerium erschienene Broschüre „Ehe und Partnerschaft rechtlich begleiten“. Für Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) sind Liebe und Recht keine Gegensätze. „Es darf kein Tabu sein, in einer Partnerschaft über Geld zu reden. Mit unserer Broschüre geben wir einen Überblick über die aktuelle Rechtslage bei Ehe, Partnerschaft und Unterhalt, auch anhand von Beispielen. Sie richtet sich an Frauen, Männer, Verheiratete und Nichtverheiratete“, erklärt die Ministerin. (mmü/sh)

Faltblatt und Postkarten können beim KDFB Bayern unter www.frauenbund-bayern.de bestellt werden. Die Broschüre des Sozialministeriums kann ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden unter der Adresse www.bestellen.bayern.de.

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Kirchlich Heiraten und zum Thema Heiraten

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