Sommerrätsel der Münchner Kirchenzeitung „Franz Josef Strauß läutet die Glocke“

05.08.2018

Gesucht: eine Kirche auf einem Chiemgauer Aussichtsberg. Rätseln Sie mit und gewinnen Sie eine Flugreise nach Lourdes.

Der langjährige Kirchenpfleger Franz Josef Strauß aus Bergen baute nach dem Blitzeinschlag und Neubau der gesuchten Kirche 1971 ein Modell des 1890 geweihten Gotteshauses. © Effner

Echtes Gipfelglück in mehrfacher Hinsicht beschert eine geschichtsträchtige Bergkirche, die majestätisch in luftiger Höhe über dem Chiemsee thront. Angesichts des Panoramas fühlt man sich dem Schöpfer hier besonders nah, ist das Gotteshaus doch auf dem mit 1.674 Metern höchsten Punkt eines der prominentesten Berge der Chiemgauer Alpen gebaut. Dafür musste sogar ein Teil des Gipfelfelsens gesprengt werden. Diese Kirche wird im fünften Teil unseres Sommerrätsels gesucht.

Unweit der Kirche, auf einem Nebengipfel des bereits im 19. Jahrhundert vielbesuchten Aussichtsberges der Gemeinde Bergen, war bereits 1886 anlässlich des 100. Geburtstages von Bayernkönig Ludwig I. ein gusseisernes Gipfelkreuz aufgestellt worden. Das Wahrzeichen der Gemeinde wurde mit reiner Muskelkraft von 40 Männern und Pferdegespannen an seinen Bestimmungsort gebracht. Aus dieser besonderen Gemeinschaftsleistung entsprang der Wunsch, in unmittelbarer Nähe auch ein Gipfelhaus und eine Kirche zu bauen.

Nachdem bereits bei der Grundsteinlegung im Juli 1889 geweihte Erde eines heiligen Bergs in Israel verstreut worden war, feierten am 6. August 1890 rund tausend Gläubige die Kirchweihe. Der Tag war mit Bedacht gewählt worden, fällt er doch auf das Fest Verklärung des Herrn. Seitdem wird – mit Unterbrechung – jedes Jahr das Patroziniumsfest begangen, bei dem nicht nur hohe geistliche Würdenträger den Gottesdienst feiern, sondern das jährlich auch viele Gläubige aus dem weitem Umkreis anzieht. Dabei wird ein Messkelch verwendet, den Papst Leo XIII. 1890 gestiftet hat.

Auch das Altarbild zeigt eine wunderbare Darstellung der Verklärung Christi auf einem prominenten Gipfel im Heiligen Land. Es wurde von Angelo de Courten gemalt, einem ehemaligen Offizier des Vatikans und später in München etablierten und gefragten Porträtmaler mit besten Kontakten zu Krone und Kirche.

Hüttenwirrt rettete Altarbild nach Blitzeinschlag

„Das Bild wäre um Haaresbreite ein Raub der Flammen geworden“, erzählt Franz Josef Strauß, der von 1973 bis zum Jahr 2000 Kirchenpfleger des kleinen Gotteshauses war. Bei einem Wintergewitter am 3. Februar 1970 traf ein Blitz den mit Holzschindeln gedeckten Bau und zerstörte ihn. „In einer mutigen Tat schlug seinerzeit der Hüttenwirt aus der Nachbarschaft nach dem Aufstieg aus dem Tal die Tür mit der Axt ein und rettete das Bild“, erzählt der 82-Jährige. Er erinnert sich an viele weitere Anekdoten rund um die Kirche, die 1971 neu errichtet wurde. So zieren den Neubau eine vom Brand beschädigte Glocke und ein Stein des heiligen Bergs in Israel, der auf den Kirchennamen verweist. Eine Gemäldekopie nach Raffaels „Sixtinischer Madonna“ in der Kirche weist Schusslöcher auf. „Die stammen von Amerikanern, die bei Kriegsende die in der Kirche untergebrachte Flugwachtstation nach SS-Schergen durchsucht haben“, erzählt Strauß.

Mit der seit 1971 bis zum Gipfel führenden Seilbahn kamen auch zahlreiche Prominente auf die „Aussichtsterrasse des Chiemgaus“. Von einem „guten Witz“ sprach seinerzeit Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), als man ihm beim Ausstieg aus der Gondel erklärte, „Franz Josef Strauß läutet die Glocke des Bergkircherls“. Das Staunen war groß, als Stoiber kurz darauf den Kirchenpfleger Strauß kennen lernen durfte. (Axel Effner)

Also: Wie heißt die gesuchte Bergkirche?

Die Sommerzeit ist auch in diesem Jahr Rätselzeit in der Münchner Kirchenzeitung (MK). Heuer geht es hoch hinauf – zu Bergkirchen und -kapellen im Erzbistum. Wir stellen Ihnen in insgesamt sechs Rätsel-Folgen Gotteshäuser in luftiger Gipfelhöhe ebenso vor wie schmucke Sakralbauten auf flacheren Hügeln. Wer miträtselt, kann wie immer schöne Preise gewinnen. Pro Folge verlosen wir ein Dual-DAB+-Radiogerät, je einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro und von 25 Euro, eine Filztasche, zwei Regenschirme und vier Tassen. Am Ende zieht Weihbischof Bernhard Haßlberger aus allen richtigen Einsendungen den Hauptgewinner. Für den Glücklichen und eine Begleitperson geht es dann ganz hoch hinaus: Unser bewährter Rätsel-Partner, das Bayerische Pilgerbüro, spendiert eine viertägige Flugreise nach Lourdes für zwei Personen.

Bitte schicken Sie die richtige Lösung an folgende Adresse:
Münchner Kirchenzeitung
Sommerrätsel
80326 München
Oder per E-Mail: redaktion@muenchner-kirchenzeitung.de
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Einsendeschluss für die fünfte Folge ist Donnerstag, 16. August (Poststempel).

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