Weltfrauentag Frauenbund startet Kampagne "bewegen!"

08.03.2019

Unter dem Motto "bewegen!" startet der Katholische Deutsche Frauenbund eine bundesweite Kampagne. Am Weltfrauentag wird es dazu einen Flashmob in München geben.

Am 8. März ist Weltfrauentag
Am 8. März ist Weltfrauentag © Rawpixel.com - stock.adobe.com

München – Unter dem Motto "bewegen!" startet der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) am Weltfrauentag (8. März) eine bundesweite Kampagne. Die Vizepräsidentin und Vorsitzende des bayerischen Landesverbands, Emilia Müller, sagte am Dienstag in München, der Frauenbund sei immer im Takt der Zeit und das seit über 100 Jahren. Seit seiner Gründung verstehe sich der Verband als Teil der internationalen Frauenbewegung. Die weltweite Frauensolidarität präge das Engagement der Frauenbund-Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche.

Mut, Freude, Kreativität

Wer etwas verändern wolle, müsse sich bewegen und zielgerichtet etwas tun, erklärte Müller. Dazu gehöre Mut, Freude, Kreativität und der klare Wille, Politik, Gesellschaft und Kirche aktiv mitzugestalten. Aus dem vielfältigen Engagement des KDFB seien deshalb fünf Themenfelder ausgewählt worden, die in den kommenden zwei Jahren im Vordergrund stehen werden: Frauensolidarität, Lohngerechtigkeit, Glaube, Verantwortung und Weihe.

In München findet am 8. März ab 14 Uhr am Marienplatz ein Flashmob statt. Zu dem Kampagnen-Song mit dem Titel "Woman Power werden Frauen tanzen. Passende Schals gibt es auch. Moderatorin Susanne Rohrer wird den Flashmob gemeinsam mit der KDFB-Landesvorsitzenden Emilia Müller eröffnen. Als prominente Schirmherrinnen konnte der Landesverband Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Petra Reiter, die Ehefrau des Münchner Oberbürgermeisters, gewinnen.

Der Frauenbund habe in seiner Geschichte einiges bewegt, erinnerte Müller. Als Beispiele nannte sie die Verbesserungen bei der Mütterrente oder bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sein Bildungswerk schule seit vielen Jahren Frauen für die Mittagsbetreuung oder bilde Ehrenamtliche aus, zum Beispiel für die Begleitung in Trauersituationen.

Frauenbund als starkes Netzwerk

Seit seiner Gründung 1903 setze sich der KDFB für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in allen Lebensbereichen ein, sagte die Landesvorsitzende. Damit sei er immer ein Verband gewesen, in dem Solidarität und Gerechtigkeit einen hohen Stellenwert gehabt hätten. Der KDFB-Landesverband werde sich mit seinen 165.000 Mitgliedern in Bayern und der Pfalz auch künftig mutig für Veränderungen einsetzen. "Frauen können viel bewegen. Sie haben Ziele, ihnen sind lebensnahe Lösungen wichtig und sie haben Energie." Deshalb will Müller den Frauenbund als starkes Netzwerk sichtbar machen. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Frauen und Kirche

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