Covid19-Alltag Freiwillig zum Corona-Test

15.10.2020

Sind Corona-Testungen mittlerweile Routine? Um das herauszufinden hat MKR-Redakteur Paul Hasel eine Teststation der Malteser besucht.

MKR-Redakteur Paul Hasel wenige Sekunden nach dem Rachenabstrich

Haar - Es ist ein kühler Morgen Anfang Oktober um kurz nach halb acht. In einer halben Stunde öffnet die Corona-Teststation an der Wasserburger Landstraße, die von den Maltesern im Auftrag des Landkreises   München eingerichtet wurde, an der man sich an drei Tagen in der  Woche testen lassen kann. Auffällig viele junge Menschen warten auf  Einlass.  Es sind in der Regel Schüler, die Kontakt mit einem Mitschüler  oder Lehrer hatten, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.  Aber auch Frauen und Männer, die ihre Familienangehörigen pflegen. Zum  Beispiel die Tochter, die ihren 91-jährigen Vater pflegt. Sie habe plötzlich ein Kratzen im Hals bekommen und sich Sorgen gemacht, erzählt die Haarerin. Nun weiß sie nicht,  ob es Corona ist oder der Beginn einer normalen Grippe.

Testungen auf hohem Niveau

Ich bin einfach nur neugierig, wie ein Corona-Test abläuft. Vor der Registrierung wartet Alexander Brandstaeter auf mich. Er ist bei den Maltesern im  Erzbistum München und  Freising für die Corona-Teststationen im Großraum München verantwortlich. Der Sanitätsdienst-Leiter bestätigt das, was ich am Eingang gehört habe. Faktoren wie die  beginnende Grippesaison, der  Präsenzunterricht an Schulen, aber auch Reiserückkehrer aus Risikogebieten wie Tirol sorgten dafür, dass die Malteser in den vergangenen Wochen in der Region München über 100.000 Corona-Tests durchgeführt hätten. Er geht davon aus, dass die Testungen bis zum kommenden Frühjahr auf hohem Niveau bleiben werden. Denn Corona und Grippe wiesen ähnliche Symptome auf, da bringe nur der Laborbefund die nötige Klarheit.

Testergebnis in weniger als 24 Stunden

Dann geht es zum Test, und der verläuft unspektakulärer als  ich dachte. Mit meinem Handy registriere ich mich per QR-Code, dieser wird dann noch mit dem QR-Code der Probe verknüpft, damit mein Teströhrchen meinem Namen zugeordnet werden kann. Was dann kommt, dauert vielleicht zehn Sekunden, ist aber dennoch sehr unangenehm. Eine Sanitäterin in Schutzausrüstung führt ein Stäbchen in kreisenden Bewegungen tief in meinen Rachen hinein. Der dabei entstehende  Würgereiz ist  kaum zu ertragen. Keine 24  Stunden später kommt per Mail das  Ergebnis: Der Test war negativ. Irgendwie bin ich erleichtert. Und um eine Erfahrung im Virus-Alltag reicher.



Der Autor
Paul Hasel
Radio-Redaktion
p.hasel@st-michaelsbund.de


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