Hilfswerk missio zu Anschlägen Frieden in Sri Lanka unbedingt erhalten

23.04.2019

Nach den Terroranschlägen vom Ostersonntag herrsche in Sri Lanka weiter große Angst, so Branka Begic von missio München. Das Hilfswerk hat Kontakt zu einem Claretinerpater vor Ort.

Die Kirche St. Sebastian in Negombo in Sri Lanka wurde am Ostersonntag auch Ziel eines Anschlags.
Die Kirche St. Sebastian in Negombo in Sri Lanka war am Ostersonntag auch Ziel eines Anschlags. © imago/ZUMA Press

München – Auch zwei Tage nach den Anschlägen in Sri Lanka seien die Menschen vor Ort sehr verwirrt und verunsichert, betont Branka Begic, Auslandsreferentin für Indien beim katholischen Hilfswerk missio München. Besonders die Gerüchte darüber, dass es im Vorfeld Hinweise und Warnungen vor möglichen Anschlägen gegeben habe, auf die nicht reagiert worden seien, würden die Bevölkerung beschäftigen, so Begic im Münchner Kirchenradio.

Aktuell hat sich der Islamische Staat (IS) zu den Anschlägen von Sri Lanka bekannt. Die Regierung Sri Lankas geht nach jüngsten Ermittlungen von einer Vergeltung für die Anschläge auf Moscheen in Christchurch in Neuseeland aus. Am Ostersonntag gab es an mehreren Orten in Sri Lanka Detonationen. Betroffen waren mehrere Kirchen und Hotels. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf mindestens 310 gestiegen.

Branka Begic von missio München
Branka Begic von missio München © SMB/Fleischmann

Notstand ausgerufen

Aktuell sei die Situation in Sri Lanka sehr angespannt. „Im Land herrscht große Angst“, sagte Begic. Seit Montagnacht gelte ein Notstandsgesetz, der Tag heute sei als nationaler Trauertag ausgerufen worden.

Missio München bekomme Informationen aus erster Hand durch Father Joseph, einen Claretinerpater. Dieser rufe in der aktuellen Situation zu Besonnenheit und Zurückhaltung auf. Die Nation müsse jetzt zusammenstehen und der Friede bewahrt werden. Außerdem appelliere er an nationale Politiker, die Anschläge nicht für den Wahlkampf auszunutzen.

Das katholische Hilfswerk missi“ steht in engem Kontakt mit der Kirche vor Ort und ist bereit zu helfen, auch bei der Traumabewältigung. Mögliche Anfragen würden geprüft und nach Dringlichkeit bewertet. Aktuelle Informationen und die Möglichkeit zum Spenden finden Sie hier.

Die Autorin
Linda Burkhard
Radio-Redaktion
l.burkhard@st-michaelsbund.de


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