Erzbistum München und Freising Früherer Bistumssprecher Röhmel gestorben

02.01.2019

Der Journalist starb im Alter von 77 Jahren. Der Vorsitzende des Münchner Diözesanrats, Hans Tremmel, würdigt den Verstorbenen.

Winfried Röhmel starb im Alter von 77 Jahren.
Winfried Röhmel starb im Alter von 77 Jahren. © Erzbischöfliches Ordinariat München/Pressestelle

München – Winfried Röhmel, langjähriger früherer Pressesprecher des Erzbistums München und Freising, ist tot. Der Journalist starb am Neujahrstag im Alter von 77 Jahren in Forstinning bei München, wie seine Familie am Mittwoch mitteilte. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, würdigt Röhmel als „prägende Gestalt“ für die öffentliche Wahrnehmung der Kirche im Erzbistum und ist ihm dankbar für den langjährigen und engagierten Dienst wie auch die Begleitung seiner ersten Schritte als Erzbischof von München und Freising. Auch Hans Tremmel, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, ist dankbar für den Einsatz von Winfried Röhmel: „Er war dem Diözesanrat und dem Engagement der katholischen Laien eng verbunden, insbesondere auch meinem Vorgänger, dem Ehrenvorsitzende Alois Baumgartner.“

Röhmel diente seit 1970 über 38 Jahre vier Münchner Erzbischöfen und galt über den Freistaat hinaus als eine "Institution". Von seinem Wissen profitierten mehrere Generationen von Journalisten. Beim Papstbesuch 2006 arbeitete er beispielsweise eng mit der Redaktion des Sankt Michaelsbundes zusammen.

Dienstältester Pressesprecher eines Bistums

Der Verstorbene stammte aus Cottbus und arbeitete nach einem Studium der Theaterwissenschaft bei der "Passauer Neuen Presse", der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in München, dem katholischen Hilfswerk Misereor in Aachen und beim Bayerischen Fernsehen. Bei seinem Ausscheiden war er dienstältester Pressesprecher eines Bistums in Deutschland.

Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter würdigte ihn damals als einen Mann der Kirche, der sich stets der Wahrheit verpflichtet gefühlt habe. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand unterstützte er noch einige Jahre die Öffentlichkeitsarbeit der vom Jesuitenorden getragenen Hochschule für Philosophie in München. (kna/smb)


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