Freisinger Bischofskonferenz in Bamberg Frühjahrstreffen mit aktuellen Themen

23.03.2017

Zwei Tage lang haben sich die katholischen Bischöfe aus Bayern in Bamberg zu ihrer Frühjahrsvollversammlung getroffen. Themen waren unter anderem das Kompetenzzentrum "Zukunft Alter", die kirchliche Jugendarbeit und die Situation in Afrika.

Zahlreiche aktuelle Themen haben die bayerischen Bischöfe in Bamberg besprochen. © Fotolia

Bamberg –Großer Andrang im Bamberger Bistumshaus St. Otto. Drei Fernsehteams und zahlreiche Journalisten wollten wissen, worüber sich die bayerischen Bischöfe ausgetauscht hatten. Fünf große Themen standen auf der Agenda: Katholische Hochschullandschaft, Jugendarbeit, Weltkirche, Ökumene und Patrona Bavariae.

Die Gespräche während der zweitägigen Vollversammlung scheinen gut gelaufen sein. Ein sichtlich entspannter Kardinal informierte kurz über geplante Projekte, wie zum Beispiel das Kompetenzzentrum „Zukunft Alter“ an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München. Dort sollen alle Aktivitäten der Hochschule zu diesem Thema gebündelt werden. „Wir werden alle älter“, so Kardinal Marx. Das Thema sei deshalb so hochaktuell. Für die Stiftungsfachhochschule gab es eine Anschubfinanzierung von 250.000 Euro, jedes Jahr sollen in Forschung und Lehre weitere 350.000 Euro fließen.

Auch zum Thema kirchliche Jugendarbeit gäbe es Erfreuliches zu berichten, so Kardinal Marx. Bei einer landesweit durchgeführten Online-Umfrage sei herausgekommen, dass im Jahr 2015, 15.126 Angebote der kirchlichen Jugendarbeit gemeldet wurden mit 624.000 Teilnehmern. Die Bischöfe seien überrascht gewesen wie viele Angebote es gäbe.

Die Weltkirche, vor allem die Situation in Afrika war ein weiterer Punkt. Kardinal Marx freute sich, dass Erzbischof Schick viele internationale Kontakte pflegt. Dieser meinte, Mission sei auch immer Entwicklung. Sowohl für die Menschen als auch für die Kirche. Die Bayerische Staatsregierung will neue Akzente setzen im Blick auf Bekämpfung der Ursachen, das begrüßen die Bischöfe und wollen Projektpartner vermitteln. Kirche sei in Afrika verlässlicher als manche Regierung. Die katholischen Diözesen, die Hilfswerke und die Orden bringen jedes Jahr 600 Millionen zusammen, die in die Entwicklungshilfe fließen.

Von der deutschen Regierung werden die Kirchen als Kooperationspartner für deren Projekte gesehen So können Projekte funktionieren. Erzbischof Schick nannte Afrika einen Kontinent der Zukunft, der reich sei, nicht nur an Rohstoffen, sondern auch an wunderbaren Menschen. Deshalb habe Afrika Entwicklungschancen. „Dabei mitzuhelfen, müsste uns eigentlich Freude machen“, so Schick.

Zum Thema Ökumene sagte Kardinal Marx, er sei sich sicher, dieses Jahr werde ein gutes ökumenisches Jahr. Das hätten auch die Versöhnungsgottesdienste schon gezeigt. Die Vorbereitungen für ein weiteres rundes Jubiläum waren Thema, nämlich „100 Jahre Patrona Bavariae“. Die bayerischen Bischöfe laden alle Gläubigen herzlich ein. Zum großen Glaubensfest in München werden mehr als 10.000 Menschen aus allen Diözesen erwartet.

Hochaktuell haben es die neuen Modelle für die Pfarrverbände im Erzbistum München und Freising, zwar nicht auf die Agenda geschafft, waren aber trotzdem Diskussionsthema bei den Bischöfen. Kardinal Marx hatte die Ideen am Montag erstmals vorgestellt. Nach vielen Gesprächen haben sie festgestellt, dass die Meinungen bei den Oberhirten ähnlich sind, so Erzbischof Schick: „Im Inhaltlichen und in den Grundprinzipien sind wir uns einig.“ Das Thema soll auch auf der Deutschen Bischofskonferenz weiter vertieft werden, kündigte Kardinal Marx an. (Andrea Wojtkowiak)

Die Freisinger Bischofskonferenz trifft sich jedes Jahr im Frühling und im Herbst zu ihrer Vollversammlung. Jedes Mal in einem anderen Bistum in Bayern. Mit dabei sind die Bischöfe und Erzbischöfe sowie zahlreiche Weihbischöfe.
In der Freisinger Bischofskonferenz sind die sieben bayerischen Erzdiözesen und Diözesen Bamberg, München und Freising, Augsburg, Eichstätt, Passau, Regensburg, Würzburg sowie aus historischen Gründen auch das Bistum Speyer vertreten.


Das könnte Sie auch interessieren

Die bayerischen Bischöfe bei ihren Beratungen im Kardinal Wendel Haus in München.
© SMB/Weiss

Freisinger Bischofskonferenz Bayerische Bischöfe halten an Kirchenasyl fest

Bei ihrer Herbstvollversammlung haben die bayerischen Bischöfe eine Fülle von Themen diskutiert. Beim Kirchenasyl brachten sie eine klare Haltung zum Ausdruck.

16.11.2017

Jetzt neu für Rosenheim: Der mk-online Newsletter

Wir informieren Sie über Aktuelles, Gottesdienste, besondere Veranstaltungen und Neues aus Religion und Gesellschaft.
Jetzt abonnieren