Aktiv im Pfarrgemeinderat Für die Kirche einstehen

05.12.2017

Im Februar wird der Pfarrgemeinderat gewählt und fast überall werden noch Kandidaten gesucht. Eine Aufgabe, die wie alle Ehrenämter, Zeit kostet, aber wichtig ist…

Die Kirche braucht Engagierte.
Die Kirche braucht Engagierte. © Landeskomitee der Katholiken

Rosenheim/Oberneuching – Sie lassen sich auf alle Fälle wieder für den Pfarrgemeinderat aufstellen: Sabine Ficile aus Rosenheim und Max Wittmann aus Oberneuching (Landkreis Erding). Wittmann ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Pfarrgemeinderat aktiv. „Der Pfarrgemeinderat ist das Bindeglied zum Seelsorger. Kirche ist kein abstraktes Gebilde, sondern jeder Einzelne sollte sich einbringen und das Ganze mit Leben erfüllen“, erzählt er. Die vergangenen Jahre hatte er und seine Kollegen viel zu tun. Zusammen mit Ottenhofen wurde Oberneuching Pfarrverband. Gottesdienstzeiten mussten neu geplant werden, Seelsorger wechselten, daneben das Tagesgeschäft. „Letztes Jahr wurde der neue Dorfplatz eingeweiht. Das haben wir gleich mit dem Pfarrfest verbunden. Es war ein schönes Fest und das wurde positiv zur Kenntnis genommen“, erzählt der Pfarrgemeinderat.

Lob und Tadel

Auch Sabine Ficile aus Rosenheim freut sich immer wieder, wenn Pfarrmitglieder die Arbeit des Pfarrgemeinderates positiv zur Kenntnis nehmen und nicht nur klagen, wenn was nicht läuft. Obwohl ihr klar sei, dass auch das dazugehört. Geschimpft sei schnell, meint sie, aber jeder sei selbst dafür verantwortlich das Seinige zur Gesellschaft beizutragen und die Gemeinde mit Leben zu füllen. „Das sehe ich als meine Aufgabe an“, fügt sie hinzu. Als Mutter setzt sie sich in dem Gremium besonders für die Familien- und Kindergottesdienste ein. Sie erzählt, dass es ihr wichtig sei, dass jeder seine Fähigkeiten und sein Wissen einbringe. „Je mehr unterschiedliche Menschen mitmachen, desto vielfältiger wird das Ganzes und das tut der Kirche gut“, sagt sie. Deshalb hofft sie, dass sich bei der Pfarrgemeinderatswahl im Februar auch diesmal wieder viele Menschen aufstellen lassen, die dazu beitragen möchten.

Kirche ist Heimat

Auch Max Wittmann würde sich über ein buntes Team im Pfarrgemeinderat in Oberneuching freuen. Er selbst möchte auf jeden Fall wieder dabei sein. Zwar habe er sich über die Jahre immer mal wieder überlegt das Amt abzugeben, aber dann seien immer wieder neue Herausforderungen und Aufgaben gekommen, die ihn gereizt hätten. „Für mich ist Kirche Heimat, etwas für Herz und Seele. Sie soll lebendig sein und gehört zu meinem Leben. Die Werte der Kirche verbinden die Gemeinschaft und das sollte weiterhin sichtbar sein. Deshalb engagiere ich mich gerne“, sagt er.

Die Kirche braucht Menschen die ein Gesicht zeigen und für die Kirche einstehen – da sind sich die beiden Pfarrgemeinderäte einig. Und dafür bringen sie gerne ihre Freizeit ein – schließlich bekommen sie auch ganz viel von den Mitmenschen zurück.

Am 25. Februar 2018 finden die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen in den bayerischen Diözesen statt.
Falls Sie weitere Fragen haben, können Sie sich gerne an das Landeskomitee wenden.

Die Autorin
Stefanie Schmid
Radio-Redaktion
s.schmid@st-michaelsbund.de


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