Klimaschutz Für ein nachhaltigeres Leben

14.06.2021

Die Schöpfung bewahren: Der dritte Diözesane Nachhaltigkeitstag findet aufgrund der Pandemiesituation in diesem Jahr digital statt. Das kompakte Programm bietet neben Vorträgen auch Workshops rund um das Thema "Verantworten und Verändern".

Hand mit voller Erde und einer Pflanze
Nachhaltig leben und das Klima schützen steht an dem dritten Diözesanen Nachhaltigkeitstag im Fokus. © pixabay.com

München – Stoffbeutel statt Plastiktüten, U-Bahn statt Auto oder Second-Hand-Kleidung statt brandneue Pullover: das alles sind Methoden, nachhaltiger zu leben, und genau dieser Ansatz steht auf dem diesjährigen dritten Diözesan Nachhaltigkeitstag im Erzbistum München und Freising am Samstag, 19. Juni, im Vordergrund. Die Abteilung Umwelt im Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising hat zusammen mit dem Diözesanrat der Katholiken München und Freising, der Katholische Erwachsenenbildung und dem erzbischöfliches Jugendamt ein buntes Programm mit Impulsvorträgen und Workshops zusammengestellt. Das Thema der Veranstaltung ist Klimaschutz, daher lautet das Motto: „verantworten.verändern“.

Impulse und Workshops

Der dritten Diözesane Nachhaltigkeitstag startet mit zwei Impulsvorträgen. Den Anfang macht die Aktivistin und Botschafterin für Klimagerechtigkeit Sarah Hadj Ammar mit dem Thema „Vom Kleinen ins Große: Wie Verbundenheit und Gemeinschaft den Grundstein für radikale Veränderung legen können.“ Den zweiten Impulsvortrag mit dem Titel „Plädoyer für ein revolutionäres Christentum angesichts der Klimakrise“ hält Prof. Dr. Jürgen Manemann, Leiter des Forschungsinstitut Philosophie in Hannover. Im Anschluss können Interessierte an einem von sechs Workshops teilnehmen, die für eine Stunde alles rund um Klimaschutz- und Klimawandel beleuchten. Zum Beispiel soll folgende Frage diskutiert werden: wie setzte ich Klimaschutz eigentlich in meinem privaten Umfeld und Leben um?

Andere Workshops thematisieren Bereiche wie Klimagerechtigkeit, globale Lieferketten für faire Klamotten, die Bewahrung der Schöpfung aus theologischer Sicht oder wie Pfarreien sinnvoll Photovoltaik einsetzten können. „Für mich persönlich ist der Workshop „Lieder für das Klima“ ein Highlight, denn einerseits singe ich einfach gerne, anderseits ist es ein ganz anderer Zugang zu dem Thema. Weniger kognitiv oder rational, eher nach einem kreativen Ansatz,“ sagt Matthias Kiefer, Umweltbeauftragter im Erzbistum und München.

Austauschen und Vernetzen

Das Ziel des dritten Diözesane Nachhaltigkeitstag sei es, den Teilnehmenden Raum für Austausch und Vernetzung zu ermöglichen und neue Inhalte zu vermitteln. „Es geht auch darum, damit zum eigenen Handeln anzuregen, vor Ort zu den jeweiligen Kontexten, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen“, sagt Kiefer. Außerdem soll dieser Tag auch bestärkende und motivierende Momente schaffen, in dem sich die Interessierten als Teil einer größeren Gruppe erleben, die alle am gleichen Ziel arbeiten, nämlich an dem Klimaschutz und der Bewahrung der Schöpfung. 


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