Erinnerung an verunglückte Polizisten Gatterl-Messe auf der Zugspitze mit Weihbischof Bischof

05.09.2018

1952 starben am Zugspitzgatterl vier Polizisten bei der Suche eines Vermissten in einer Lawine. Seitdem wird die Gatterl-Messe jedes Jahr gefeiert.

Gatterl von österreichischer Seite
Gatterl von österreichischer Seite © Maddl79-wikipedia

München – Die traditionelle Gatterl-Messe auf der Zugspitze findet dieses Jahr am 9. September um 10.30 Uhr an der Kapelle Maria Heimsuchung am Zugspitzplatt statt. Zu dem Gottesdienst werden besonders viele Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiter und Angehörige der Polizei erwartet. Die Leitung hat Weihbischof Wolfgang Bischof, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Polizeiseelsorge.

Lawinenunglück im Dezember 1952

Die Gatterl-Messe wird laut Mitteilung des Erzbistums München und Freising gefeiert im Gedenken an alle Angehörigen der Bayerischen Polizei, die in Ausübung ihres Dienstes starben, sowie alle Bergfreunde, die im Zugspitzgebiet tödlich verunglückt sind.

Kapelle Maria Heimsuchung auf der Zugspitze
Kapelle Maria Heimsuchung auf der Zugspitze © imago

Sie geht zurück auf ein Lawinenunglück im Dezember 1952: Am Zugspitzgatterl, das im Süden der Zugspitze die Grenze zwischen Deutschland und Österreich markiert, starben damals vier Polizeibeamte der Bayerischen Grenzpolizei und ein österreichischer Bergtourist.

Höchstgelegenes Gotteshaus Deutschlands

Seit 1953 wird die Gatterl-Messe traditionell am zweiten Sonntag im September gefeiert. Die Kapelle Maria Heimsuchung auf der Zugspitze in etwa 2.690 Metern Höhe ist das höchstgelegene Gotteshaus Deutschlands. Sie wurde 1981 vom damaligen Erzbischof von München und Freising, Kardinal Joseph Ratzinger, geweiht. Bei guter Witterung findet in der Kapelle jeweils sonntags um 12 Uhr ein Gottesdienst statt.


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