Lesung in München Gedenken an Bücherverbrennung

08.05.2019

Auf dem Königsplatz wird aus Werken vorgelesen, die vor 86 Jahren den Flammen zum Opfer fielen.

Werke von mehr als 300 Autoren wurden verbrannt.
Werke von mehr als 300 Autoren wurden verbrannt. © Fotolia

München – Es war der 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, als sich rund 50.000 Münchner an der großen, vom neuen Regime organisierten Bücherverbrennung beteiligten. Werke von Autorinnen und Autoren wie Erich Kästner, Elisabeth Castonier und vielen mehr fielen den Flammen zum Opfer. Am Freitag, 10. Mai, findet von 10 bis 18 Uhr auf dem Münchner Königsplatz eine Lesung zur Erinnerung und Mahnung an dieses Ereignis statt unter dem Motto „Für Frieden und Menschenrechte – gegen Rüstung und Krieg“.

Um 10 Uhr wird der Künstler Wolfram P. Kastner im Rasen des Königsplatzes an der Stelle der Bücherverbrennung von 1933 einen Brandfleck herstellen – damit kein „Gras“ über die Geschichte wächst. Anschließend wird aus allen Büchern vorgelesen, die damals verbrannt wurden. Unter den Vortragenden ist auch der geschäftsführende Direktor des mitveranstaltenden Sankt Michaelsbundes (SMB) Stefan Eß. Um 12.50 Uhr liest er aus dem Buch „Tycho Brahes Weg zu Gott“ von Max Brod.

Wer selbst interessiert ist, einen Text vorzulesen, kann sich unter der Telefonnummer 089/1573219 anmelden.

Die Autorin
Karin Basso-Ricci
Münchner Kirchenzeitung
k.basso-ricci@st-michaelsbund.de


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