40stündiges Gebet in Prien Glaubensmarathon mit Tradition

06.03.2019

Zwischen dem 15. und dem 17. März lädt der Pfarrverband Westliches Chiemseeufer wieder zu zwei Tagen Besinnung, Anbetung und Predigt in die Priener Pfarrkirche ein.

Beten ohne Unterlass - der Pfarrverband Westliches Chiemseeufer begeht in Prien ein 40stündiges Gebet in der Fastenzeit. © wip-studio/stock-adobe.com

Prien – Seit über 250 Jahren versammeln sich Christen in der Priener Pfarrkirche zu Beginn der Fastenzeit zu Gebet und Meditation. Es wird heuer von Freitag, dem 15. bis Sonntag, dem 17. März begangen. Zusammen mit Pfr. Klaus Hofstetter und Pastoralreferentin Edith Heindl hat sich ein Arbeitskreis des Pfarrgemeinderates intensiv mit der Gestaltung und Ausrichtung des diesjährigen traditionsreichen Gebetsbefasst. Auslöser war ein Brief des Münchner Erzbischofs, Kardinal Reinhard Marx, vom Sommer letzten Jahres, in dem er anregt, sich „als Christinnen und Christen... offen über die aktuellen Herausforderungen und unseren Auftrag mitten in der Welt auszutauschen“. In den gesellschaftlichen Debatten rief er zu einer „Grundhaltung des Respekts in der Begegnung und in der Sprache“ auf. Die Vorbereitungsgruppe stellte sich diesem Anliegen. „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“, lautet das Motto in Anlehnung an ein Zitat, das Gustav Mahler zugeschrieben wird. Den Schatz der Tradition hüten und weitergeben, das war und ist Aufgabe der Kirche. Die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden ist heute angefragt: Was kann „Tradition hüten und weitergeben“ heute bedeuten? Und wie gelingt es, die Tradition lebendig zu halten und sie verständlich weiterzugeben? (pm/alb)


Programm des 40stündigen Gebets
Den Eröffnungsgottesdienst feiert Militärdekan Michael Gmelch am Freitag um 19 Uhr. In seiner Predigt geht er auf die Frage ein: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen“ – Wie Kirche darauf antworten kann. Anschließend wird das Allerheiligste bis 21 Uhr zur Anbetung ausgesetzt.

Die zweite Predigt zum Thema „Liturgie – wozu denn eigentlich?“ hält Prälat Lothar Waldmüller am Samstag um 9 Uhr, danach wiederum Aussetzung des Allerheiligsten. Um 10.30 Uhr erklingt Orgelmusik von Kirchenmusiker Bartholomäus Prankl, um 11 Uhr ist eine Anbetung für Kinder, um 12 Uhr eine stille Anbetung, um 13 Uhr gestaltet die Kolpingfamilie eine Zeit des Gebets und der Stille, um 14 Uhr wird der Rosenkranz gebetet, um 14.30 Uhr eine ökumenische Andacht gefeiert. Dabei predigen Priens evangelischer Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbart, Bezirksevangelist Andreas Sargant von der Neuapostolischen Kirche und Pastoralreferentin Edith Heindl zum Thema: „Bemüht euch um das Wohl der Stadt, denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl“. Danach besteht Gelegenheit zur Anbetung bis zum Beginn des vom Jugendchor „RimsTeenies“ gestalteten Jugendgottesdienstes um 19 Uhr. Im Anschluss laden Firmlinge bis 21 Uhr zum Gebet in die Nacht ein.

Beim von der Chorgemeinschaft gestalteten Sonntagsgottesdienst mit Kinder-Kirche um 10 Uhr predigt Prälat Peter Neuhauser. Hinterher besteht noch einmal Gelegenheit zur Anbetung sowie zum Gespräch mit dem Prediger beim Frühschoppen im Kolpingraum. Nach dem Lobpreis um 13 Uhr und dem Rosenkranz um 14 Uhr beendet die Abschlussandacht mit eucharistischem Segen, Te Deum und der fünften Predigt – Prälat Neuhauser spricht zum Thema „Ein Segen sollst du sein“ – um 14.30 Uhr das 40-stündige Gebet.


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