Corona-Pandemie Gottesdienste in Bayern ab 4. Mai wieder möglich

28.04.2020

Das bayerisches Kabinett hat wie erwartet Gottesdienste unter Auflagen ab kommendem Montag erlaubt. Die Vorraussetzungen sind nun auch bekannt.

Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, eine Mund-Nasen-Schutz zu tragen. © Ryhor Bruyeu – adobe.stock

München – Das bayerische Kabinett hat am Dienstag beschlossen, dass Gottesdienste im Freistaat unter bestimmten Voraussetzungen ab 4. Mai wieder zulässig sind. Das gab Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bekannt. Als maximale Teilnehmerzahl seien im Freien 50 Personen erlaubt, hieß es zugleich in der Mitteilung der Staatskanzlei. Für Gebäude gelte, dass es nur so viele Personen sein dürften, wie Plätze vorhanden seien, die einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Plätzen aufwiesen. Außerdem dürften die Gottesdienste höchstens 60 Minuten dauern.

Sehnsucht nach Gottesdiensten

Weiter wurde vereinbart, dass der grundsätzliche Mindestabstand im Freien 1,5 Meter zu betragen habe, in Gebäuden jedoch 2 Meter. Jeder Teilnehmer habe die Pflicht, eine Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Davon ausgenommen sei, wer liturgische Texte spreche oder predige. Kirchen und Glaubensgemeinschaften seien zudem angehalten, Infektionsschutzkonzepte zu erstellen.

"Wir begrüßen diese Entscheidung", sagte der Sprecher des Vorsitzenden der Freisinger Bischofskonferenz, Bernhard Kellner, auf Anfrage. Von vielen in den christlichen Kirchen habe es eine Sehnsucht nach Gottesdiensten gegeben, nachdem diese aufgrund der Corona-Pandemie über Wochen nicht hätten öffentlich stattfinden können. Nun sei ein Anfang gemacht. Die gewünschten Infektionsschutzkonzepte lägen bereits vor. Denn das Wichtigste sei, dass die Menschen gesund blieben. Deshalb gelte es zu verhindern, dass sich die Gläubigen in den Kirchen ansteckten. (kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Corona - Pandemie

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