Mit Marien-App wallfahren Gottesmutter auf Smartphone

04.05.2017

Maria kann man sich auf unterschiedliche Weise nähern – traditionell im Rosenkranzgebet oder bei einer Maiandacht oder auf neue Art: mit einer App, die der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) entwickelt hat.

Per App kann man sich mit der Gottesmutter befassen. © imago

 

München – Mit dem Marienmonat Mai startet die App „Mein Weg, meine Zeit“ mit wöchentlichen spirituellen Impulsen. Der Diözesanverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) München und Freising hat sie anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Maria Patrona Bavariae in Kooperation mit dem Katholischen Medienhaus Sankt Michaelsbund entwickelt. „So etwas gibt es in dieser Form bisher nicht“, erklärte Henrik Evers, der die Anwendung im Sankt Michaelsbund konzeptioniert hat. „Es macht ein kirchliches Angebot rund um die Patronin Bayerns für unterschiedliche und vor allem auch jüngere Nutzer zugänglich.“
Das kleine Programm für Smartphones und Tablets regt an, sich im Alltag Augenblicke der Ruhe und Besinnung zu gönnen. „Denn in der heutigen Geschäftigkeit ist die Zeit oft knapp, aber doch besteht bei vielen eine spirituelle Sehnsucht“, erläutert Christine Ziegler, Bildungsreferentin des KDFB-Diözesanverbands. Von Mai bis Ende Oktober erhalten die Nutzer regelmäßig kurze Impulse zu Mariendarstellungen im Diözesangebiet, wie etwa der bekannten „Maria lactans“ von Ainhofen oder modernen Bildnissen wie der „Neuen Eva“ von Raoul Rossmy.
Zu den Darstellungen gibt es jeweils interessante kunsthistorische Informationen. Vorgestellt werden auch private Andachtsbilder oder Hausmadonnen. Mit dabei ist auch Wissenswertes zu bekannten Wallfahrten, beispielsweise Birkenstein oder Maria Eich, zu Traditionen vor Ort oder zu Bräuchen rund um Maria. Außerdem wird auf passende Vorträge, Seminare und andere Veranstaltungen hingewiesen. Die Serie startet mit der Patrona Bavariae in der Münchner Residenz. „So kann man mit der App virtuell pilgern oder sich ganz real zu einem Marienort auf den Weg machen und mit der Gebetstradition verbinden“, betont Zielger.
Die meisten Texte wurden von Frauen aus dem Frauenbund verfasst und spiegeln so auch die Vielfalt des Verbands wider. Die App wird gefördert von der Katholischen Erwachsenenbildung München und Freising. (cz/kbr)

Die App kann ab Mai kostenlos im App-Store und im Play-Store heruntergeladen werden. Nähere Informationen sind auch im Internet unter www.frauenbund-muenchen.de erhältlich.

Dieser Artikel gehört zum Thema 100 Jahre Patrona Bavariae

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