Adventszeit Hausgemachter Stress vor Weihnachten

27.11.2018

Die Christkindlmärkte öffnen, der Advent steht vor der Tür, doch "staade Zeit" – das war einmal. Stattdessen wird viel gejammert über den „Weihnachtsstress“. Selbst schuld – findet Tanja Bergold.

Für einen ruhigen Advent
Für einen ruhigen Advent © Marco2811 - stock.adobe.com

Zwar werden wir schon seit Wochen mit weihnachtlicher Musik berieselt und müssen uns beim Einkaufen den Weg zwischen Bergen von Lebkuchen und Nikoläusen richtig erkämpfen – aber jetzt geht es richtig los. Die Christkindlmärkte öffnen, der Christbaumverkauf startet – und gegen die penetrante Beleuchtung oder den Kater von zu viel Glühwein hilft manchmal nur noch die Sonnenbrille.

Klar – Geschenke, Tannenbaum und Glühwein gehören heute zur Vorbereitung auf Weihnachten mit dazu. Aber ist Advent nicht mehr als das – oder eher weniger?

Wir warten auf Weihnachten

Übersetzt heißt Advent: Ankunft. Wir bereiten uns auf die Ankunft Christi vor, wir warten auf Weihnachten. Zu dieser Vorbereitung gehört zur Ruhe kommen, sich besinnen. Theoretisch. Denn die „staade Zeit“ ist einer lauten Hektik gewichen. Es wird viel gejammert, über den Weihnachtsstress. Und der ist doch oft hausgemacht.

Warum müssen es fünf Sorten Plätzchen sein? Warum das aufwändige Menü? Warum die Geschenke Last Minute. Und muss ich wirklich zu JEDER Weihnachtsfeier gehen?

Dabei gibt es doch so wunderbare Symbole, die zum Runterkommen auffordern. Der Adventskranz – dessen erste Kerze wir bald anzünden. Seine runde Form drückt Zusammenhalt aus, je mehr Kerzen leuchten, desto näher rückt Weihnachten.

Mehr Zeit mit der Familie

Die Kerze also bewusst anzünden, einen kurzen Moment innehalten, den Duft der Tannennadeln riechen: Garantiert vollkommen stressfrei. Sich entziehen, in dem man sich auf das Wesentliche besinnt. Mit der Familie sprechen, wie man den Aufwand reduzieren kann. Denn was ist wirklich wichtig: Vollkommen fertig unter dem Christbaum zu sitzen und froh zu sein, dass bald alles vorbei ist. Oder sich zu sagen: Es war schön, vier Wochen lang auf Christi Geburt zu warten. Ich hab mehr Zeit mit meiner Familie verbracht, war einmal sogar beim Adventssingen in der Kirche und dass es dieses Jahr mal KEINE selbstgebackenen Plätzchen gab, war auch nicht schlimm.

Entscheiden Sie sich doch: Für einen ruhigen Advent. (Tanja Bergold, Programmleiterin Münchner Kirchenradio)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Advent

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