Ökumenisches Gebet zum Namenstag „Heilige Corona, bitte für uns“

15.05.2020

Der 14. Mai ist der Gedenktag der Heiligen Corona. Diesen nahmen sich Pfarrer Josef Steinberger und der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis zum Anlass, gemeinsam in der Coronakapelle in Arget für Hilfe in der Corona Krise zu beten.

Pfarrer Josef Steinberger und Erzpriester des ökumenischen Patriarchats Apostolos Malamoussis mit einer Ikone der heiligen Corona.
Die Ikone der Heiligen Corona soll bei einer offiziellen Feier übergeben werden. © Axel Mölkner Kappl

Arget – Es ist eher ein bescheidenes Namenstagsfest in der kleinen Kapelle hier mitten im Wald bei Arget, im südlichen Landkreis München. Denn aus Sicherheitsgründen wurden keine Gäste eingeladen. Aber feierlich war es trotzdem, als Pfarrer Josef Steinberger und Erzpriester Apostolos Malamoussis zwischen brennenden Kerzen und blühenden Blumen am Altar standen. Sie sprachen Gebete und Fürbitten für alle von Corona betroffenen Menschen und für diejenigen, die dabei sind, einen Impfstoff zu entwickeln. 

Die Corona-Kapelle: Ein besonderer Ort 

Wie wichtig ihm die kleine Kapelle in seinem Pfarrverband mal werden würde, hätte Pfarrer Steinberger nicht gedacht. Denn die heilige Corona war ihm eher unbekannt. Erst durch die Pandemie ist sie ihm ins Bewusstsein gerückt und so wurde auch die Kapelle für ihn zu einem besonderen Ort, „an dem man Hilfe und Halt in diesen schwierigen Zeiten suchen kann“, so Steinberger. Der 14. Mai ist für ihn ein besonderer Tag. 

Auch der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis ist nicht zum ersten Mal von München nach Arget gefahren, um in der Kapelle zu beten. Für ihn war die Heilige „sehr mutig im Martyrium und hat Christus so geliebt, dass sie für ihn gestorben ist. Für mich ist sie ein Beispiel im Glauben.“ 

Ein Namenstagsgeschenk und ein Wunsch fürs nächste Jahr

Zu einem Namenstag gehört natürlich auch ein Geschenk, und das hatte Erzpriester Malamoussis dabei: Eine goldene Ikone mit dem Bild der Heiligen und zwei Palmen darauf, die an ihr Martyrium erinnern. Beim heutigen Treffen wurde allerdings erst einmal überlegt, wo in der Kapelle man die Ikone aufhängen kann. Denn überreicht werden soll sie zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen eines ökumenischen Festes. Zudem sollen Gläubige sowie Vertreter aus Kirche und Politik eingeladen werden. Pfarrer Josef Steinberger hat außerdem einen Wunsch für den Namenstag im nächsten Jahr, also den 14. Mai 2021: einen Bittgang mit den Gläubigen aus Arget zur Kapelle im Wald und einen Gottesdienst, den alle gemeinsam feiern.  

Audio

Die Autorin
Tanja Bergold
Leiterin Programmentwicklung im Münchner Kirchenradio
t.bergold@st-michaelsbund.de

Video

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Corona - Pandemie

Das könnte Sie auch interessieren

Gnadenstatue St. Corona
© imago images / imagebroker

Das Virus holt eine vergessene Heilige aus der Versenkung

Corona - das ist nicht nur eine Geißel der Menschheit. Auch eine Heilige der katholischen Kirche heißt so. Bis zum Ausbruch der Pandemie kannte sie kaum einer.

13.05.2020

Die Corona-Kapelle in Sauerlach-Arget.
© SMB/Bergold

Pfarrer verspricht jährlichen Bittgang für die Gesundheit

Die Corona-Kapelle in Sauerlach-Arget ist klein und unscheinbar. Viele laufen wohl einfach an ihr vorbei. Doch das wird sich in Zukunft vermutlich ändern.

26.03.2020

© Santa Corona / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Pandemie rückt heilige Corona in den Fokus

Für Seuchen ist die heilige Corona eigentlich nicht zuständig. Dennoch könnte sie die richtige Fürsprecherin in der aktuellen Virus-Krise sein.

24.03.2020

Jetzt neu für Rosenheim: Der mk-online Newsletter

Wir informieren Sie über Aktuelles, Gottesdienste, besondere Veranstaltungen und Neues aus Religion und Gesellschaft.
Jetzt abonnieren