Missio-Präsident Huber zu Papstbesuch Heiliger Vater soll wachrütteln

10.01.2015

Papst Franziskus besucht kommende Woche Sri Lanka und die Philippinen. Laut missio-Präsident Wolfgang Huber sehen die Filipinos der sechsten Auslandsreise des Pontifex hoffnungsvoll entgegen. Auch missio erwartet positive Impulse für die zahlreichen Hilfsprojekte vor Ort.

Kinder in einem Slum der philippinischen Hauptstadt Manila
Kinder in einem Slum der philippinischen Hauptstadt Manila (Bild: imago)

Vatikan/München - Papst Franziskus besucht im Rahmen seiner sechsten Auslandsreise von 12. bis 19. Januar Sri Lanka und die Philippinen. Mit dieser Reise setzt der Pontifex ein Zeichen, denn es ist bereits seine zweite Asienreise in kurzer Zeit. Missio-Präsident Wolfgang Huber freut sich besonders über den Philippinenbesuch von Franziskus. Für die Bevölkerung vor Ort erhofft er sich positive Impulse.

Die Menschen auf den Philippinen werden sich über dieses Interesse freuen, ist sich Wolfgang Huber sicher. Die Filipinos reagierten immer voller Emotionen und der Heilige Vater sei für sie eine wichtige Identifikationsfigur. Franziskus komme auch aus einem Entwicklungsland und würde nun den weltweiten Blick auf die Philippinen lenken, so Huber. Die Menschen dort erhofften sich vom Papstbesuch auch, dass Regierung und staatliche Stellen mehr für Bildung und Wiederaufbau tun. Der Heilige Vater solle die zuständigen Stellen „wachrütteln“, gibt Huber die Stimmung vor Ort wider.

Die Aufmerksamkeit durch den Papstbesuch kommt auch missio entgegen, denn das Hilfswerk engagiert sich mit einigen Projekten auf den Philippinen. Fischern wird geholfen, ihre vom Taifun geschädigten Boote wieder instand zu setzen, Kindern wird Bildung ermöglicht. Denn auch wenn die Philippinen ein Touristenziel sind, bedeute das nicht Wohlstand für alle, so Huber. Die Menschen vor Ort bekämen „nicht viel von den Segnungen des Tourismus“ ab. Viele, insbesondere Kinder, lebten unter sehr einfachen Verhältnissen. Da sei es wichtig, besonders den Kindern eine Zukunftsperspektive zu bieten. Für die Arbeit von missio ist die Papstreise auf jeden Fall eine Ermutigung, so Huber. (ks/mg)


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