Gottesdienst in München Heimatliche Klänge für Bonifatius

08.02.2018

Am kommenden Sonntag lädt der Sankt Michaelsbund in die Basilika Sankt Bonifaz zum Gottesdienst ein. Erfahren Sie hier mehr über den Heiligen Bonifatius.

Dudelsackmusik wird es beim Gottesdienst in Sankt Bonifaz zu hören geben.
Dudelsackmusik wird es beim Gottesdienst in Sankt Bonifaz zu hören geben. © imago

München – Er gilt als der Apostel der Deutschen: Der heilige Bonifatius. Er missionierte große Teile der heutigen Bundesrepublik. Darunter auch Gebiete in Bayern. Noch heute ist er hier ein Begriff: Aus zweierlei Gründen: Zum einen ist er der Patron der Bierbrauer, zum anderen gibt es in der Münchner Innenstadt ein bekanntes Benediktinerkloster, das nach dem Heiligen benannt ist.

Quasi heimatliche Klänge für den heiligen Bonifatius. Der ist nämlich in Südengland geboren. Im Benediktinerkloster Nursling in der Nähe von Southampton wurde er erzogen und dort empfing er auch im Alter von 30 Jahren seine Priesterweihe. Zu den großen Leistungen als Missionar zählt, dass er die Bayerischen Bistümer Regensburg, Passau und Freising neu organisieren konnte und dabei die Bistumsgrenzen festlegte.

Am Sonntag, 11. Februar, wird in der Basilika Sankt Bonifaz ein ganz besonderer Gottesdienst gefeiert: die ökumenische Feier um 16 Uhr wird mit Orgel- und Dudelsackmusik gestaltet. Das katholische Medienhaus Sankt Michaelsbund lädt insbesondere alle haupt-und ehrenamtlichen Mitarbeiter dazu ein.

In der Abteikirche ist der Heilige auf einem Tafelbild verewigt und wird so an dem Gottesdienst teilnehmen. Die Benediktinerabtei St. Bonifaz ist ungewöhnlich jung. Erst 1850 wurde sie geweiht. Gegründet hatte sie König Ludwig I. 15 Jahre vorher. Damit sich die Mönche mitten in der Stadt mit ausreichend Lebensmitteln versorgen konnten, kaufte Ludwig I. das Kloster Andechs. Bis heute ist die „Außenstelle“ die wichtigste Einnahmequelle der Benediktiner. Vor allem der Bierverkauf, aber auch die rege Wallfahrt auf den Heiligen Berg sorgt für eine finanzielle Unabhängigkeit des Klosters. Die Mönche bestreiten damit nicht nur den eigenen Lebensunterhalt, sie unterhalten mit den Einnahmen aus Andechs das sogenannte Haneberghaus, eine Obdachloseneinrichtung.

Der Gottesdienst wird live im Münchner Kirchenradio übertragen und kann auch übers Internet als Live-Stream gehört werden.

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