Erzbistum unterstützt Partnerbistum in Ecuador Hilfe für Wiederaufbau der Kathedrale

04.08.2017

Die Kathedrale im ecuadorianischen Portoviejo ist bei dem Erdbeben 2016 schwer beschädigt worden. Das Erzbistum München und Freising stellt nun eine hohe Summe für den Wiederaufbau zur Verfügung.

Zerstörte Häuser nach einem Erdbeben in Ecuador.
Zerstörte Häuser nach einem Erdbeben in Ecuador. © fotolia/kalypso0

München – Das Erzbistum München und Freising beteiligt sich mit einer halben Million Euro an den Kosten des Wiederaufbaus der Kathedrale im ecuadorianischen Portoviejo. Diese war im April 2016 von einem Erdbeben schwer beschädigt worden. Wie die Pressestelle des Erzbistums am Freitag in München mitteilte, bat der Erzbischof von Portoviejo, Lorenzo Voltolini, das bayerische Partnerbistum um Unterstützung. Die ecuadorianische Erzdiözese trage selbst mit mehr als einer halben Million US-Dollar dazu bei, die Türme und die Fassade wieder herzustellen. Die Münchner Mittel sollen insbesondere verwendet werden, um das Gotteshaus erdbebensicher zu machen.

Schockiert und voller Anteilnahme habe die Erzdiözese München und Freising im vergangenen Jahr die Erdbebentoten in Ecuador betrauert, sagte Generalvikar Peter Beer. Nun solle dazu beigetragen werden, den Menschen zu helfen, die Folgen der Naturkatastrophe zu bewältigen. Die Kathedrale sei "Herz und Mittelpunkt der Kirche von Portoviejo", so Beer. Sie wieder aufzubauen werde für die Christen dort ein Hoffnungszeichen sein.

Bei dem Erdbeben im April 2016 hatte es laut Mitteilung mehr als 660 Tote gegeben. Dazu kamen gravierende Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur. Bereits im September desselben Jahres hatte die Erzdiözese München und Freising, die seit mehr als 40 Jahren dem südamerikanischen Land verbunden ist, rund 600.000 Euro für den Wiederaufbau gegeben. Zusätzliche 150.000 Euro waren bis Dezember 2016 von Gläubigen in den Pfarreien, Verbänden und bei Veranstaltungen gesammelt worden. Diese Mittel seien für den Wiederaufbau von Schulen, Krankenhäusern, Pfarrzentren und Kirchen verwendet worden. (KNA)

Seit über 50 Jahren pflegt die Erzdiözese München und Freising eine vielfältige Partnerschaft mit Ecuador. Beteiligt sind auch der Diözesanrat, der Bund deutscher katholischer Jugend (BDKJ), Kolping, die Katholische Landvolkbewegung und deren Partnerorganisationen, die durch Besuche und Gegenbesuche die Partnerschaft lebendig erhalten. Zudem unterhalten ca. 120 Pfarreien Beziehungen nach Ecuador oder unterstützen dort Projekte.

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