Perseiden im August Himmel voller Sternschnuppen

08.08.2018

An diesem Wochenende können Sie ein Spektakel erleben: Es wird Sternschnuppen regnen. Wo und wann das Beobachten der sogenannten "Laurentius-Tränen" gelingen kann, erfahren Sie hier.

Außerhalb der Stadt sind die Sternschnuppen besonders gut zu sehen.
Außerhalb der Stadt sind die Sternschnuppen besonders gut zu sehen. © nikwaller - stock.adobe.com

München – Im August ist was los am Himmel. Nachtschwärmer können Hunderte von Sternschnuppen beobachten. Denn die Erde kreuzt wieder die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle - und der verliert ständig winzig kleine Staubteilchen. Niemals sonst im Jahresverlauf lässt sich eine so große Menge Sternschnuppen beobachten.

Sonntag ist Sternennacht

Für 2018 prognostizieren Astronomie-Experten eine durchschnittliche Ausbeute. Laut dem Portal www.leoniden.net sind die meisten Sternschnuppen - bis zu 100 in der Stunde - in der Nacht vom 12. auf den 13. August zu sehen.

Die Rahmenbedingungen seien günstig, so die Experten: Am 11. August ist Neumond - damit falle der Mond als "Störfaktor" vollkommen weg. Unter einem dunklen Himmel sind auch helle Sternschnuppen und schwächere Meteore gut sichtbar. "Daher sollte sich niemand von einer Sternschnuppennacht unter freiem Himmel abhalten lassen, auch wenn es sich um eine Nacht von Sonntag auf Montag handelt."

Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher die Bezeichnung Perseiden. Im Volksmund werden sie auch als "Tränen des Laurentius" bezeichnet, weil sie um den Namenstag dieses populären Heiligen am 10. August zu sehen sind.

Tränen des Laurentius

Der Begriff "Laurentius-Tränen" leitet sich vom Märtyrer Laurentius her, der am 10. August 258 in Rom auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert worden sein soll. Dabei soll der Heilige einerseits Tränen über die Sünden seiner Mitmenschen vergossen haben. Andererseits berichtet die Legende von einem unter Qualen lachenden Märtyrer: Er soll dem Henker befohlen haben, ihn auf dem Feuer zu wenden, der Braten sei auf der einen Seite schon gar. Seitdem gilt Laurentius als Nothelfer für Brandverletzte und Fieberleidende sowie als Patron der Feuerwehrleute, Köche, Bäcker, Glasbläser und Köhler. Außerdem soll er vor den Qualen des Fegefeuers bewahren.

Im Erzbistum München und Freising haben sie besonders an diesen Orten die Chance viele Sternschnuppen zu sehen:
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Olympiapark
In Münchener Innenstadt wird es nie wirklich dunkel. Wer aber keine Zeit hat ins Umland rauszufahren, der hat wohl die größten Chancen am Olympiapark Sternschnuppen zu sehen. Von dem Hügel aus, hat man eine besonders gute Sicht.
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Kloster Maria Eck, Chiemgau
Mit Aussicht auf die Berge und einem Panoramablick auf den Chiemsee lassen sich hier romantisch die Sternschnuppen zählen.
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Raus aus der Stadt
Denn da ist es deutlich dunkler und die Sicht deshalb besser. Zum Beispiel an den Ufern vom Starnberger See und Ammersee.


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