Barbaramarkt In Tittmoning den Zauber der Adventszeit spüren

05.12.2019

Der Duft von Bratäpfeln, malerische Altstadtgässchen, Kerzenlicht – in der romantischen Krippenstadt Tittmoning lässt sich wunderbar auf Weihnachten einstimmen.

Buden auf dem Barbaramarkt in Tittmoning.
Buden auf dem Barbaramarkt in Tittmoning. © Lex

Tittmoning – Gibt es ihn noch, den stillen Zauber der Adventszeit? Der mit dem Duft von Bratäpfeln und Gewürzen, Kerzenschein und märchenhaften Erzählungen, mit Kramperln, Krippen und dem Klang von Bläsern auf den Frieden des Weihnachtsfestes einstimmt? In Tittmoning (Dekanat Baumburg) hilft eine ganze Stadt dabei mit, in malerischen Altstadtgässchen, historischen Burgräumen und idyllischen Winkeln das Staunen wiederzuentdecken. Mit dem Barbaramarkt, der Kripperl-Roas, einer großen Jubiläumsausstellung über Meisterwerke der Krippenbaukunst und einer Schau über Krampusse und Winterbrauchtum bietet der Ort die perfekte Einstimmung auf die Adventszeit.

Rundweg zur Burg

Beim Barbaramarkt am zweiten Adventswochenende (7./8. Dezember) illuminieren rund dreitausend Kerzen die romantischen Gassen. Vorbei an den Marktbuden mit Kunsthandwerk, Bienen- und Klosterprodukten, Köstlichkeiten aus aller Welt und vielem mehr führt ein Rundweg zur Burg vorbei an historischen Gebäuden mit vielerlei Attraktionen: Ein Christkindl-Postamt und eine Engel-Backstube, Garagenkonzerte und alte Handwerkskünste zum Mitmachen, Kasperltheater, kleine Ausstellungen von Schmuck und Kunst, Vorführungen des historischen Films „Christnacht“ oder auch ein kunstvoll errichtetes Lebkuchenhaus findet man hier.

Meditationsweg im Pfarrgarten

Als „Oase der Stille“ lädt die Michaelskapelle auf der Burg mit Wunschzettelwand und Kerzenlicht zu besinnlichen Momenten ein. Im Burggraben bringt ein großes Lichterlabyrinth die Nacht zum Leuchten. Auf der Strecke dorthin lohnt sich ein Abstecher in den Pfarrgarten. Seit 2015 gestaltet dort Pfarrer Gerhard Gumpinger jährlich mit figürlichen Szenen in ausgehöhlten Baumstehlen einen Meditationsweg zur Vorweihnachtszeit. Heuer stellt der „Weg durch den Advent“ Heilige dieser Zeit vor.

Ausstellung „Gruß vom Krampus“

Den Nachtseiten und besonderen Bräuchen der dunklen Jahreszeit widmet sich die Ausstellung „Gruß vom Krampus“ im Gerbereimuseum auf der Burg. Gezeigt werden unter anderem regionale Bräuche wie das Aper- und Goaßlschnalzen sowie alte und neue Masken und Kostüme. Sie sind meist aus Fellen gefertigt und passen damit wunderbar in die Dauerausstellung rund um das Gerbereihandwerk und Kürschnerwesen.

Meisterwerke der Krippenbaukunst

Bayernweit seinesgleichen suchen dürfte in ihrer Vielseitigkeit die Ausstellung zum 30-jährigen Bestehen des Vereins für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach. Sie versammelt im Carabinierisaal und in den beiden Räumen der Grabkreuzesammlung rund 90 Meisterwerke der Krippenbaukunst. Neben Orient-, Papier-, Wurzel-, Schnee- und Gebirgskrippen ragt die rund drei Meter lange Szenerie einer „Herbergsuche in der Altstadt von Landshut“ hervor.

Aus nächster Nähe zeigt die Krippenausstellung auch die gut achtzig Zentimeter hohen Puppen der prächtig ausstaffierten Königin von Saba und des Königs Salomon. Sie gehören zu dem Ensemble der rund hundert Figuren umfassenden Barockkrippe in der Stiftskirche St. Laurentius. Das Krippen-Juwel aus dem 18. Jahrhundert wird vom ersten Advent bis Mariä Lichtmess mehrmals umgestaltet und ist ein Höhepunkt der traditionsreichen „Kripperl-Roas“. Unter sachkundiger Experten-Führung erfahren die Teilnehmer im Rahmen einer Krippenwanderung durch die Stadt am Sonntag, 15. Dezember, sowie am Mittwoch, 1., Sonntag, 5. und 12. Januar, ab 14 Uhr (Treffpunkt: Stiftskirche St. Laurentius) Wissenswertes rund ums Thema Krippen. (Axel Effner)

Die Jubiläums-Krippenausstellung in der Burg Tittmoning ist bis Sonntag, 12. Januar, samstags und sonntags sowie am Mittwoch, 1., und Montag, 6. Januar, von 13 bis 17 Uhr zu besichtigen, zum Barbaramarkt am Samstag, 7., und Sonntag, 8. Dezember, bis 19 Uhr.Die Ausstellung „Gruß vom Krampus“ im Gerbereimuseum der Burg ist bis Sonntag, 2. Februar, samstags und sonntags sowie am Mittwoch, 1., und Montag, 6. Januar, von 13 bis 17 Uhr zu sehen. Während des Barbaramarktes (7./8. Dezember) ist das Museum zu den Zeiten des Marktbetriebs am Samstag von 15 bis 21 und am Sonntag von 13 bis 19 Uhr geöffnet.

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