Ausflugstipp für die Ostertage Inn-Museum in Rosenheim wieder geöffnet

29.03.2018

Der Fluss war früher die bedeutendste Wasserstraße Bayerns und die Flößer waren eifrige Verehrer ihres Patrons Sankt Nikolaus. Im Museum wird die ehemals bedeutende Schifffahrt auf dem Strom dokumentiert.

War früher so wichtig wie heute die Autobahn: Der Inn, hier bei Brannenburg.
War früher so wichtig wie heute die Autobahn: Der Inn, hier bei Brannenburg. © AdobeStock/benny

Rosenheim – Direkt an der Innbrücke steht ein denkmalgeschützter Gebäude mit einem Walmdach. Es ist der frühere Bruckbaustadel, in dem heute das Inn-Museum untergebracht. Seit 1986 wird dort die ehemals bedeutende Schifffahrt auf dem Strom dokumentiert. Was für den Güterverkehr heute die Autobahn ist, war früher Inn. Ein acht Meter langes Modell zeigt einen Schiffzug, wie er bis ins 19. Jahrhundert hinein Salz, Kalkstein, Eisen aber auch Wein aus Tirol oder italienische Kleiderstoffe bis nach Wien und sogar nach Budapest transportierte. Im Außengelände ist auch eine originale Zementplätte ausgestellt, gleich in der Nähe des Kinderspielplatzes.

Verehrung des Heiligen Nikolaus

Die Innschiffahrt war gefährlich, immer wieder sind Schifferleute in Todesnot geraten. Darum waren sie auch fromme Leute, die ihren Schutzpatron, den Heiligen Nikolaus, stark verehrten. Votivtafeln im Innmuseum geben davon Zeugnis. Und es ist auch kein Zufall, dass mehrere große Kirchen entlang des Inns dem Schutzheiligen der Schifferleute geweiht sind, etwa in Rosenheim oder Mühldorf. Auf den Innschiffen waren außerdem oft kleine Altäre zu finden, vor denen Besatzung und Passagiere um himmlischen Beistand. Zudem dokumentiert das Innmuseum auch den Reichtum der Schöpfung im und entlang des Flusses, der früher große Teile der Bevölkerung mit Fischen versorgte.

Öffnungszeiten

1. April bis 31. Oktober: Samstag und Sonntag: 10.00 - 16.00 Uhr, sonntags ab 14.00 Uhr Führung. Das Freigelände ist ganzjährig ohne Eintritt zugänglich.

Der Autor
Alois Bierl
Chefreporter Sankt Michaelsbund
a.bierl@st-michaelsbund.de


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