Internationale Straßenzeitungskonferenz "Internationaler Straßenzeitungs Award" wird vergeben

30.07.2013

Im Münchner Rathaus wurde am Montag die 17. Internationale Straßenzeitungskonferenz eröffnet. Das Treffen diene vor allem dem Erfahrungsaustausch, sagte Hildegard Denninger von BISS.

BISS-Geschäftsfüherin Hildegard Denninger bei der Eröffnung der Internationalen Straßenzeitungskonferenz im Münchner Rathaus (Bild: Sankt Michaelsbund)

Seit dem Erscheinen der ersten Straßenzeitung vor über 20 Jahren habe sich viel verändert. Ein wichtiger Programmpunkt in diesem Jahr werde deshalb die zunehmende Digitalisierung der Medienlandschaft sein. Ein baldiges Aus der gedruckten Ausgabe fürchtet die Geschäftsführerin von Münchens Obdachlosenzeitung BISS aber nicht: „Printmedien werden in Straßenzeitungen überleben“, sagte Hildegard Denninger dem Münchner Kirchenradio. Der Verkauf biete armen Menschen aber die Möglichkeit, soziale Kontakte aufzubauen. Die Straßenzeitungen in Westeuropa stünden momentan auch vor praktischen Problemen. Durch die Armutszuwanderung aus Südosteuropa sei die Nachfrage nach Verkäuferausweisen sprunghaft angestiegen. Zusätzliche Verkäufer könnten aber aus organisatorischen und finanziellen Gründen nicht mehr eingestellt werden, so Denninger, die seit fast 20 Jahren Geschäftsführerin von BISS ist.

An dem dreitägigen Treffen nehmen 120 Straßenzeitungsorganisationen aus 41 Ländern teil. Höhepunkt der Konferenz ist die Übergabe des „Internationalen Straßenzeitungs Awards“, der am Donnerstag vergeben wird. (gj) 

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