Dorfentwicklung Jetzt reden wir – miteinander

07.06.2018

Das Bildungswerk Rosenheim will Dorfgemeinschaften ins Gespräch bringen und bietet dazu eine dreiteilige Fortbildung an.

Ausdrücken und zusammenbringen, was das Dorf bewegt. Das Kreisbildungserk Rosenheim bildet dafür Moderatoren aus und ist am Modell DORFGESPRÄCH! beteiligt. © KBW Rosenheim

Rosenheim – Dorfentwicklung geschieht nicht von selbst, sondern sie braucht Kommunikation. Darum gibt es seit 2017 das Modellprojekt DORFGESPRÄCH!. In einem ungewöhnlichen und offenen Rahmen sollen die unterschiedlichen Generationen und Bevölkerungsgruppen in einem zusammenkommen: Alt und Jung, Neuzugezogene, Alteingesessene, Zugewanderte, Vereinsvertreter, Einzelpersonen und Gemeindevertreter. An drei Abenden sprechen die Bürger über ihr Dorf, welche Werte sie verbinden sowie über ihre Perspektiven und gemeinsamen Ideen für die Zukunft. Die Themen reichen von der Praxisaufgabe ortsansässiger Arztes bis zur Gestaltung der Dorfmitte.

 

Dialog lernen

Die Gemeinden Halfing und Schonstett haben die Methode bereits erprobt. Gemeinsamkeiten aber auch Reibungspunkte kamen zur Sprache und es gab Anstöße für eine "Dorferneuerung in den Köpfen". Zurzeit wird in Eiselfing ein weiterer Modellversuch durchgeführt.
Für Menschen, die in ihrer eigenen Gemeinde solche Dialoge anstoßen wollen bietet das Bildungswerk Rosenheim, das auch Kooperationspartner der Modellversuche ist, eine dreiteilige Fortbildung an. Sie richtet sich an Ehrenamtliche, Gemeindevertreter und Hauptamtliche, die im Landkreis Rosenheim die gesamtgesellschaftliche Integration fördern wollen. Die Fortbildung beginnt am Freitag, 15.Juni um 15.00 Uhr und beginnt mit einer Einführung in die Idee des Dorfgesprächs. Die beiden anderen Module finden am Samstag, dem 16.Juni Statt. Mehr zu dieser Fortbildung finden Sie auf der Homepage des Kreisbildungswerks Rosenheim.

Der Autor
Alois Bierl
Chefreporter Sankt Michaelsbund
a.bierl@st-michaelsbund.de


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