Hochfest des Münchner Stadtpatrons Benno Kardinal Marx dankt Hochwasser-Helfern

16.06.2013

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat den Hochwasser-Helfern gedankt. "Wir dürfen stolz sein auf die vielen Männer und Frauen, die den Flutopfern geholfen haben und weiter helfen, hier in Bayern, aber besonders auch in Sachsen", sagte der Erzbischof am Sonntag im Liebfrauendom.

Blick in die Bennokapelle im Münchner Dom (Bild: Sankt Michaelsbund)

Marx dankte auch den Teilnehmern der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die am Sonntag endete. Am Hochfest des Münchner Stadtpatrons Benno rief der Erzbischof dazu auf, den Sonntagsschutz zu erhalten. Die Sonn- und Feiertagskultur sei ein "kostbarer Schatz", die durch andere Interessen nicht kaputtgemacht werden dürfe. Es gebe Dinge, die auch ohne ein Preisschild einen Wert hätten, die wichtig und sogar überlebensnotwendig seien, gab der Kardinal zu bedenken.

Benno (1066 bis 1106) ist nicht nur Patron der Landeshauptstadt, sondern auch von Altbayern und dem Bistum Meißen, wo er lange Zeit Bischof war. 1523 wurde er heiliggesprochen. Seine Reliquien übergab der letzte katholische Bischof des alten Bistums Meißen 1576 in den Wirren der Reformationszeit an Herzog Albrecht V. von Bayern. So wurde aus dem sächsischen Bischof ein bayerischer Heiliger.

Seit 1580 werden seine sterblichen Überreste in der Münchner Frauenkirche aufbewahrt. Der Reliquienschrein des Heiligen wird traditionell in einer Pontifikalvesper im Dom von den neu geweihten Diakonen der Erzdiözese durch die Kirche getragen. 1604 ließen die bayerischen Herzöge im Dom zu Ehren des Heiligen den Benno-Bogen errichten. Er überwölbte wie eine Art Triumphbogen das Kaiser-Grabmal, den Kreuzaltar und den Altar des Heiligen Benno, in dem das Reliquiar aufbewahrt wurde. Der Bogen wurde 1858 im Zug der Regotisierung des Doms abgebaut. Der neue Benno-Altar befindet sich im südlichen Seitenschiff des Liebfrauendoms.

Am 22. Juni lädt der Münchner Katholikenrat zum Bennofest auf den Odeonsplatz. Unter dem Motto „Katholisch in München“ werden sich von 11 bis 17 Uhr über 60 Verbände, Pfarreien, muttersprachige Gemeinden, Ordensgemeinschaften und kirchliche Einrichtungen präsentieren. Dazu gibt es buntes Bühnenprogramm, moderiert von der Radioredaktion des Sankt Michaelsbundes. (sts/kna)


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