Hilfe in Notsituationen Kardinal Marx würdigt Flughafenseelsorge

12.02.2018

Der Erzbischof von München und Freising feierte eine Messe in der Christophoruskapelle im Flughafen. Die Kirchliche Seelsorge ist nicht nur für Reisende in Notsituationen eine Anlaufstelle.

Kardinal Reinhard Marx beim Gottesdienst mit Franz Kohlhuber, Katholischer Flughafenseelsorger (li), und Diakon Sebastian Lenz
Kardinal Reinhard Marx beim Gottesdienst mit Franz Kohlhuber, Katholischer Flughafenseelsorger (li), und Diakon Sebastian Lenz © Flughafen München

München – Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat die Katholische Seelsorge am Münchner Flughafen Franz-Josef-Strauß im Erdinger Moos gewürdigt. Es sei heute mehr denn je Aufgabe von Christen, Brücken zwischen Menschen zu bauen statt Gräben zu vertiefen, sagte Marx laut einer Mitteilung seiner Pressestelle vom Montag. Der Gottesdienst in der Christophoruskapelle im Flughafen fand am Sonntag statt.

Zeit für Gespräche

Wie Jesus im Evangelium die Aussätzigen berührt und dadurch geheilt habe, müssten die Christen die Not der Menschen, ihre Ängste und Sorgen an sich heranlassen, betonte der Kardinal. Es gehe darum, sensibel zu werden und nachhaltig helfen zu können. Diesem Auftrag aus der Heiligen Schrift kämen die Mitarbeiter der kirchlichen Dienste am Flughafen in ihrer Arbeit nach. Im Anschluss an die Messe, die Reisende, Mitarbeiter des Flughafens und deren Angehörige sowie Mitarbeiter der Flughafenseelsorge mitfeierten, nahm Marx sich Zeit für Gespräche.

Ökumenische Zusammenarbeit

Die Kirchliche Seelsorge am Flughafen München wird in ökumenischer Zusammenarbeit geleistet. Die Kirchlichen Dienste sind Anlaufstelle für Reisende in Notsituationen, bieten aber auch Menschen, die am Flughafen arbeiten, Hilfe und Unterstützung. Der Sozialdienst für Passagiere, Besucher und Abholer und die Psychosoziale Notfallversorgung sind neben Gottesdiensten und Andachten wichtige Angebote der Flughafenseelsorge. Zudem betreuen die Mitarbeiter Asylsuchende und abgelehnte Asylbewerber, die Deutschland verlassen müssen. (KNA)


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