12. August Karl Leisner

12.08.2015

Karl Leisner im Priestergewand nach seiner Weihe im KZ Dachau am 17. Dezember 1944 (Bild: Archiv Schönstatt)

Seine Priesterweihe gehört zu den spektakulärsten der Kirchengeschichte: im Advent 1944 wird der schwerkranke Karl Leisner im Priesterblock des KZ Dachau in einer geheim gehaltenen Liturgie vom ebenfalls inhaftierten Bischof von Clermont-Ferrand, Gabriel Piquet, zum Priester geweiht. Wenige Tage später feiert Leisner in Dachau auch seine Primiz. Sie bleibt die einzige Messe, die Leisner als Priester begeht. Als das Lager 1945 befreit wird, ist Karl Leisner so krank, dass er ins Tuberkulose-Sanatorium Planegg bei München eingeliefert wird. Dort stirbt er wenige Monate später an den Folgen seiner Krankheit. Sein Grab befindet sich in der Krypta des Xantener Domes. Karl Leisner wurde 1996 von Papst Johannes Paul II. im Berliner Olympiastadion selig gesprochen.


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