Zwölf-Punkte-Papier Katholiken wollen mehr Einfluss auf Seelsorgeplanung

11.04.2018

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat Ideen und Anregungen für die Seelsorge formuliert.

Räten, Verbände und Ehrenamtlich sollen beo der Planung der Seelsorge mitwirken.
Räten, Verbände und Ehrenamtlich sollen beo der Planung der Seelsorge mitwirken. © AdobeStock/Rawpixel.com

München – Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern plädiert für eine stärkere Mitwirkung von Räten, Verbänden und Ehrenamtlichen in der Planung der künftigen Seelsorge in den sieben Bistümern im Freistaat. Am Mittwoch legte das Gremium dazu in München ein Zwölf-Punkte-Papier vor. Unter dem Titel "Der Kirche ein Gesicht geben" werden "neue pastorale Ideen für Bayern" formuliert.

Kirchendistanzierte besser ansprechen

So gelte es, "Wege zu finden, wie die Schätze und Begabungen von Gläubigen noch besser in den tragenden Säulen unserer Kirche ihren Ausdruck finden können". Geklärt werden müsse außer der Frage der Qualifikation auch, "welche Zugangskriterien künftig für den priesterlichen und diakonischen Dienst in der Kirche nötig und sinnvoll sind". Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen sollten stärker zusammenarbeiten, neu Zugezogene und Kirchendistanzierte besser angesprochen werden. Ohne Beteiligung der betroffenen Gläubigen dürften keine Kirchengebäude umgewidmet oder geschlossen werden.

Das Landeskomitee plädiert außerdem für eine engere ökumenische Kooperation und eine Fortentwicklung synodaler Strukturen, "um den Menschen von heute echte Beteiligungs- und Mitsprachemöglichkeiten einzuräumen". (kna)


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