Pater-Rupert-Mayer-Medaille Katholikenrat zeichnet ökumenisches Asylprojekt aus

18.10.2013

Der Katholikenrat der Region München zeichnet heute den Ökumenischen Asylbewerber-Helferkreis in Putzbrunn mit der Pater-Rupert-Mayer-Medaille aus. Der Katholikenrats-Vorsitzende Uwe Karrer fordert unterdessen bessere Lebensbedingungen für Asylsuchende.

Die Pater-Rupert-Mayer-Medaille wird jährlich verliehen (Bild: Katholikenrat der Region München)

München - Die Pater-Rupert-Mayer-Medaille geht in diesem Jahr an den Ökumenischen Asylbewerber-Helferkreis in Putzbrunn. Dem Helferkreis, dem katholische und evangelische Gläubige angehören, engagiert sich für den Bau einer Asylbewerber-Unterkunft vor Ort. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus anderen Gemeinden kümmern sich die Mitglieder aber auch um die Asylbewerber selbst. Diese sind derzeit im Alten Pfarrhaus in Putzbrunn untergebracht. "Dieser großartige und vielfältige Einsatz ist beispielhaft, soll Mut machen und ansteckend wirken", heißt es in der Laudatio von Monika Himmighoffen vom Sachausschuss "Migration und Integration" des Diözesanrates der Katholiken.

Der Vorsitzende des Katholikenrats, Uwe Karrer, fordert anlässlich der Preisverleihung die bayerischen Politiker auf, die Lebensbedingungen von Asylsuchenden zu verbessern. So müssten die Aufenthaltszeiten in Gemeinschaftsunterkünften auf ein Jahr beschränkt werden, wenn jemand selbst eine Wohnung finanzieren könne. Auch bräuchten die Bewohner mehr Raum, mehr Küchen und sanitäre Anlagen sowie Geldleistungen statt Essenspakete.

Die Medaille des Katholikenrats ist benannt nach dem 1987 selig gesprochenen Jesuitenpater Rupert Mayer, dem "Apostel Münchens", der für sein soziales Wirken und sein Eintreten gegen den Nationalsozialismus verehrt wird. (ks/pm)

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