Tod des ehemaligen Bundespräsidenten Katholische Bischöfe würdigen Roman Herzog

10.01.2017

Bundespräsident a.D. Roman Herzog ist am Dienstag im Alter von 82 Jahren gestorben. Kardinal Reinhard Marx würdigte den Verstorbenen als herausragende politische Persönlichkeit.

Der ehem. Bundespräsident Roman Herzog ist im Alter von 82 Jahren gestorben. © imago

Bonn – Die katholischen Bischöfe haben den verstorbenen Bundespräsidenten Roman Herzog als herausragende politische Persönlichkeit und engagierten Christen gewürdigt. "In prägenden Reden hat er die grundlegenden Probleme der Gesellschaft benannt und ist dafür eingetreten, dass Deutschland auch international Verantwortung übernimmt", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Dienstag in Bonn. "Roman Herzog war ein ermutigender Mensch, der Hoffnung und Zuversicht vermittelt hat."

Marx erinnerte auch an Herzogs "Ruck"-Rede von 1997. "Seine Erwartungen an die Gesellschaft von damals sind heute aktueller denn je, vor allem wenn er davon spricht, dass eine von Ängsten erfüllte Gesellschaft unfähig zu Reformen und damit zur Gestaltung der Zukunft werde."

Als überzeugter Christ habe Herzog viel für die Kirchen getan, fügte der Münchner Erzbischof hinzu. Er erinnerte an dessen langjährige Mitgliedschaft in der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und seine Mitherausgeberschaft der Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" sowie viele Besuche auf Katholikentagen. 1996 habe er Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Deutschland begrüßt und begleitet. (KNA)