Politische Beteiligung Katholische Jugend ruft zur Kommunalwahl in Bayern auf

11.03.2020

Am Sonntag werden in Bayern Bürgermeister, Stadträte und Bezirksausschüsse gewählt. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend übt Kritik am Wahlalter. Junge Leute sollen sich beteiligen, wählen dürfen sie aber erst mit 18 Jahren.

Junge Frau beim Einwerfen von Wahlunterlagen in die Wahlurne
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ruft junge Menschen dazu auf sich an den Kommunalwahlen in Bayern zu beteiligen. © auremar - stock.adobe.com

München – Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Bayern hat dazu aufgerufen, am kommenden Sonntag zu den im Freistaat stattfindenden Kommunalwahlen zu gehen. "Eine lebendige Demokratie lebt von der Beteiligung", erklärte der BDKJ-Vorsitzende Daniel Köberle am Mittwoch in München. Natürlich sei Politik mehr, als ein Kreuz bei einer Wahl zu machen. Deswegen appelliere der Verband an alle Wähler, eine klare Haltung für Menschlichkeit, Solidarität und Nachhaltigkeit zu zeigen.

Kritik am Wahlalter

Zugleich kritisierte Köberle, dass es wieder nur jungen Menschen ab 18 Jahren erlaubt sei zu wählen. Der BDKJ setze sich seit vielen Jahren dafür ein, dass im modernen Bayern ab 16 Jahren gewählt werden dürfe. Doch die 2019 angestoßene Initiative zur Wahlalterabsenkung sei im Landtag von der Regierungskoalition abgelehnt worden. Der politische Nahbereich, die eigene Kommune und das Heimatdorf seien aber für die Menschen von großer Bedeutung. Gerade deshalb müssten junge Leute durch die politische Wahl mitgestalten und mitentscheiden können.

Der BDKJ-Vorsitzende erinnerte daran, dass die jüngste U18-Wahl erneut gezeigt habe, dass sich junge Menschen mit Parteien, deren Kandidaten und Programmen auseinandersetzten. Politisch interessierte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren hatten die Möglichkeit, vorab ihr Kreuzchen für die anstehenden bayerischen Kommunalwahlen zu machen.

Beim Bayerischen Jugendring (BJR) waren dafür bayernweit 80 Wahllokale gemeldet. Stimmberechtigt war jeder und jede Jugendliche unter 18 Jahren, ohne Mindestalter und egal welcher Staatsangehörigkeit. Ziel des Projekt ist es laut BJR, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Politik und demokratische Prozesse zu wecken. (kna)


Das könnte Sie auch interessieren

© SMB/ Bierl

Drei Benediktiner in Gemeinderäte gewählt

So auch Pater Lukas Wirth, der aber keine Zeit zum Feiern hat. Denn die Corona-Krise beschäftigt auch das Kloster Scheyern.

18.03.2020

Fast 40.000 Mandate wurden bei der bayerischen Kommunalwahl neu vergeben, davon einige auch an Mönche.
© imago images / Overstreet

Benediktiner bei Kommunalwahlen erfolgreich

In mehreren Gemeinden traten auch Ordensmänner bei der Kommunalwahl an - mit Erfolg!

17.03.2020

An dieser Mauer können die Jugendlichen sich als Sprayer versuchen.
© SMB

Auf in die KistE

Seit fast 50 Jahren betreibt das Katholische Jugendsozialwerk München im Hasenbergl eine offene Jugendfreizeitstätte.

06.03.2020

Grünes Klassenzimmer und Upcycling an der Maria Ward Mädchenrealschule

Ein Fairomat mit fair gehandelten Süßigkeiten, ein „Grünes Klassenzimmer“ im Freien und Upcycling von alter Kleidung – die Ökofreaks an der Maria Ward Mädchenrealschule in Berg am Laim haben immer...

06.03.2020

Maria Stöckl und Benedikt Brandstetter
© Tammena

KLJB stellt Aufgaben Neustart für die kommunale Jugendpolitik

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) sieht die kommende Kommunalwahl in Bayern als Chance für eine jugendgerechte Zukunft und gibt der Politik zehn Aufgaben mit.

02.03.2020

Jetzt neu für Rosenheim: Der mk-online Newsletter

Wir informieren Sie über Aktuelles, Gottesdienste, besondere Veranstaltungen und Neues aus Religion und Gesellschaft.
Jetzt abonnieren