Einsatz für Demokratie Katholische Jugendverbandschefin wird als "Frau Europas" geehrt

08.02.2021

Ein jugendfreundliches, demokratisches und solidarisches Europa ist die Vision von Lisi Maier. Die gebürtige Oberbayerin ist heuer eine von zwei Preisträgerinnen.

BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier
BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier wird für ihren Einsatz für Demokratie und Gleichberechtigung geehrt. © BDKJ-Bundesstelle/Christian Schnaubelt

Berlin – Die Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Lisi Maier (36), wird in diesem Jahr als "Frau Europas" geehrt. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Einsatz für bessere Strukturen der europäischen Zusammenarbeit, insbesondere für junge Menschen, wie die Europäische Bewegung Deutschland (EBD), die den jährlichen Preis vergibt, am Montag in Berlin mitteilte. Zusammen mit Maier wird auch die Gründerin des deutschlandweit ersten Vollzeitstudiengangs für Europäische Studien, Ingeborg Tömmel, geehrt. Damit wird die Auszeichnung erstmalig an zwei Preisträgerinnen vergeben.

Räume für junge demokratische Zivilgesellschaft

Lisi Maier, 1984 in München geboren und in der oberbayerischen Gemeinde Irschenberg aufgewachsen, fand über die Kolpingjugend zur Jugendverbandsarbeit. Nachdem sie während Ausbildung und Studium auf verschiedenen Ebenen der Kolpingjugend und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ehrenamtlich aktiv war, wurde die Realschullehrerin 2012 hauptamtliche BDKJ-Bundesvorsitzende. Im selben Jahr übernahm sie das Ehrenamt an der Spitze des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR).

Durch ihr Engagement in verschiedenen Institutionen, etwa im Deutschen Frauenrat und im Deutsch-Polnischen Jugendwerk, stehe sie dafür, "dass Räume für eine junge demokratische Zivilgesellschaft überall in Europa entstehen können oder erhalten bleiben", so die Begründung für ihre Auswahl. In ihrem Engagement sei Maier wichtig, einen besonderen Blick auf die Unterstützung und Gleichstellung von Mädchen und Frauen und ihren Interessensvertretungen zu werfen.

Festigung eines vereinten Europas

Die Auszeichnung "Frau Europas" wird den Angaben zufolge seit 1991 von der EBD verliehen. Der Preis ehre Frauen, "die sich durch ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen". Zu den Preisträgerinnen gehören unter anderem die SPD-Politikerin Gesine Schwan (2005), die ehemalige thüringische Forschungsministerin Dagmar Schipanski (2000) und die Ordensfrau Lea Ackermann (1998). (pm/kna)

Dieser Artikel gehört zum Schwerpunkt Frauen und Kirche

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