Sommerrätsel der Münchner Kirchenzeitung Kirche bei Berchtesgaden hat Fan im Vatikan

14.07.2018

In der zweiten Sommerrätselfolge ist eine bedeutende Marienkirche bei Berchtesgaden gesucht. Der Kirchenpfleger gibt einige Hinweise.

Kirchenpfleger Alois Resch vor dem schmiedeeisernen Rokoko-Gitter, durch das man auf das Gnadenbild sieht.
Kirchenpfleger Alois Resch vor dem schmiedeeisernen Rokoko-Gitter, durch das man auf das Gnadenbild sieht. © Mergenthal

Ramsau – Für viele Ramsauer und für mich persönlich ist es was Besonderes, wenn hier Gottesdienst oder Andacht ist“, sagt Alois Resch. Der 68- Jährige wohnt in Ramsau am Fuß des Wegs zu einer bedeutenden Wallfahrtskirche in den Berchtesgadener Alpen. Ihr Name ist in unserer zweiten Sommerrätselfolge gesucht. „Es is koa Auto an der Kirch, es is’ staad umanand und es is wos Rar’s“, erklärt sich Resch, Kirchenpfleger der Pfarrei Ramsau, die Faszination der religiösen Feiern an diesem Ort in einsamer Waldlage. Messe ist in der Bergkirche an allen Marienfeiertagen und beim Patrozinium, dem „Hochfrauentag“ am 15. August. An Fronleichnam und Erntedank ist die Kirche Station eines Prozessionswegs. Sie ist beliebt für Trauungen – „i hob aa do heroben g’heirat‘“ – und gelegentliche Rorate-Ämter im Advent.

Zeugnis barocker Marienverehrung

Ein etwa viertelstündiger Aufstieg führt behutsam an diese Oase der Stille heran. Am Beginn steht die „Wirtskapelle“ von 1630. Wenn bei den höher gelegenen Bergbauern jemand starb, wurde der Sarg mit dem Fuhrwerk an der Bergkirche vorbei bis zu dieser Kapelle gefahren. Ab hier geleiteten Pfarrer und Ministranten die „Leich“ zum Friedhof. Danach zeigt eine Kalvarienberg-Kapelle aus dem späten Rokoko in eindrucksvollen, fast lebensgroßen Skulpturen eine Kreuzigungsgruppe und die beiden Schächer. Den weiteren Fußweg flankieren Tafeln der 15 Rosenkranzgeheimnisse.

Der Name der Kirche in etwa 770 Metern Höhe erinnert an die einstige Funktion des Weges als Viehpfad für Schafe und Ziegen. Am Nagelfluh- Felsen hinter der Kirche, aus dem das Material für den 1733 geweihten Prachtbau stammt, war schon früh ein Muttergottesbild verehrt worden. 1690 ließ der damalige Ramsauer Vikar Feichtinger in den Felsen eine Nische hauen und bei einer Prozession zu Mariä Himmelfahrt eine Muttergottesfigur aufstellen. Bald wurde die Statue durch eine Holzkapelle geschützt. Neben Maria Gern und Maria Ettenberg ist diese Kirche das bedeutendste Zeugnis barocker Marienverehrung im Berchtesgadener Land.

Deckenbild zeigt Berchtesgadener Kirchengeschichte

Der Salzburger Hofbaumeister Sebastian Stumpfegger hat sie am Berghang des Kogel einfühlsam in die Landschaft hineinkomponiert. Die Laternentürmchen mit Zwiebelhelm über den zwei schindelgedeckten Halbkuppeln erinnern an St. Bartholomä am Königssee. Durch das prächtige schmiedeeiserne Rokoko-Gitter des Hofschlossermeisters Johann Prandtner schweift der Blick nach vorne, wo die reich bekleidete „Himmelskaiserin“ thront. Das Deckenbild zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel und ein unrühmliches Kapitel der Berchtesgadener Kirchengeschichte, die Vertreibung der Protestanten aus der Fürstprobstei 1733. Solche Auswüchse des Glaubens sieht Alois Resch sehr kritisch. Von Kindheit an hat er indes einen Bezug zu diesem Gotteshaus, wo er auch oft ministrierte – vom Bubenalter bis zu seinem 50. Geburtstag.

Die Kirche hat auch einen prominenten Fan: Kurienerzbischof Georg Gänswein, der in Ramsau einen Bekannten hat. „Er kommt jedes Jahr ein Mal, meistens im August oder September, und hält hier unter der Woche eine Messe“, erzählt Resch. „Da ist es immer gerammelt voll.“ (Veronika Mergenthal)

Also: Wie heißt die gesuchte Bergkirche?

Die Sommerzeit ist auch in diesem Jahr Rätselzeit in der Münchner Kirchenzeitung (MK). Heuer geht es hoch hinauf – zu Bergkirchen und -kapellen im Erzbistum. Wir stellen Ihnen in insgesamt sechs Rätsel-Folgen Gotteshäuser in luftiger Gipfelhöhe ebenso vor wie schmucke Sakralbauten auf flacheren Hügeln. Wer miträtselt, kann wie immer schöne Preise gewinnen. Pro Folge verlosen wir ein Dual-DAB+-Radiogerät, je einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro und von 25 Euro, eine Filztasche, zwei Regenschirme und vier Tassen. Am Ende zieht Weihbischof Bernhard Haßlberger aus allen richtigen Einsendungen den Hauptgewinner. Für den Glücklichen und eine Begleitperson geht es dann ganz hoch hinaus: Unser bewährter Rätsel-Partner, das Bayerische Pilgerbüro, spendiert eine viertägige Flugreise nach Lourdes für zwei Personen.
Bitte schicken Sie die richtige Lösung an folgende Adresse:
Münchner Kirchenzeitung
Sommerrätsel
80326 München
Oder per E-Mail: redaktion@muenchner-kirchenzeitung.de
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Einsendeschluss für die erste Folge ist Donnerstag, 19. Juli (Poststempel).


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