Kardinal Marx eröffnet Frauendreißiger Kirche darf Menschen nicht verurteilen

15.08.2013

Kardinal Reinhard Marx hat die Gläubigen an Maria Himmelfahrt dazu aufgerufen, den christlichen Glauben neu zu entdecken. Es sei nicht sinnvoll, den Umbrüchen in der Kirche mit Mitteln wie vor 100 Jahren zu begegnen.

Kardinal Reinhard Marx (Bild: Erzbischöfliches Ordinariat München)

Die Kirche dürfe die Menschen von heute nicht verurteilen, sagte der Erzbischof in der Münchner Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf. Vielmehr müsse sie Christus immer neu bezeugen. Nur wer Gott selbst ins Zentrum seines Lebens stelle, könne die Menschen für die Kirche begeistern und neu evangelisieren, so Marx. Die Gottesmutter Maria könne dafür ein Vorbild sein. Sie sei die Protagonistin für ein Leben mit Gott. Ihre österliche Himmelfahrt weise auf die Auferstehung mit Leib und Seele hin, die jeder Christ erhoffen darf. Ohne diesen Blick zum Himmel bleibe das Leben der Kirche fad und langweilig, so Marx weiter.

Der Münchner Erzbischof hat mit den Gläubigen in Maria Ramersdorf in einer Festmesse das Patrozinium ihrer Kirche und den Auftakt zum sogenannten Frauendreißiger gefeiert. Dreißig Tage lang, bis zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September, werden in der ältesten Marienwallfahrtskirche Münchens täglich Wallfahrtsgottesdienste gehalten mit Rosenkranzgebet, Marien-Andachten, Eucharistiefeiern und Auflegung des Kreuzpartikels. (ph)

 

 

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