Halloween Kirche und Kürbisse

30.10.2013

Halloween ist das Fest der leuchtenden Kürbisköpfe, Gruselpartys und Geisterumzüge. Es wird in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November (Allerheiligen) gefeiert. Das Fest ist auch ein Beispiel für den Umgang der Kirche mit vorchristlichen Bräuchen.

Halloween zeigt Umgang mit vorchristlichen Bräuchen (Bild: James Thew - Fotolia.com)

Halloween ist ein Beispiel für den Umgang der Kirche mit vorchristlichen Bräuchen. Ursprünglich feierten die keltischen Druiden dabei das Sommerende. Der Überlieferung nach suchten die Toten in der Nacht des 31. Oktober die Lebenden, um deren Körper für das nächste Jahr in Besitz zu nehmen. Zur Abschreckung der bösen Geister verkleideten sich die Menschen und spukten selbst bei Nacht durch die Straßen. Statt heidnische Feste einfach abzuschaffen, christianisierte die Kirche den Brauch im neunten Jahrhundert und bezeichnete das Druidenfest als "All Hallows Eve", den Abend vor Allerheiligen.

Die Iren, die Mitte des 19. Jahrhunderts ihr Land wegen Hungersnöten verließen, machten das Fest in den USA populär. Dort entstand der Brauch, Kürbisse auszuhöhlen, ihnen eine gruselige Fratze zu verpassen, sie mit einer Kerze zu beleuchten und aufzustellen oder in Geisterzügen durch die Straßen zu gehen. Amerikanische Kinder sagen "Trick or treat", wenn sie mit ihren Kürbissen von Haus zu Haus ziehen. Das heißt, entweder sie bekommen Süßigkeiten oder sie spielen einen Streich. In manchen Gegenden Deutschlands klingeln Kinder mit der Forderung "Süßes oder Saures" an den Haustüren.

Da setzt auch das Projekt:Halloween-Erste Hilfe-Paket” des Blogmagazins frischfischen.de an. Sie haben ein „Gewinnspiel“ entwickelt mit dem Hausbesitzer für den Halloweenabend bestens gerüstet sind. In dem raten sie den kleinen Monstern mit viel Witz im Januar als die heiligen drei Könige erneut das Glück zu versuchen und dafür dann mit „Süßem“ belohnt zu werden. “Uns geht es nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend zu laufen”, schreibt der Herausgeber von FRISCHFISCHen, Stefan Lesting, auf seiner Homepage, “vielmehr wollen wir zeigen, dass auch wir in der Katholischen Kirche tolle und gute Traditionen haben, die man pflegen sollte”. (kna/kas)

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