Erneut steigende Anmeldezahlen Kirchliche Schulen boomen

24.05.2017

Rekordverdächtige Zahlen: Knapp 2.000 Schüler haben sich neu für die kirchlichen Schulen im Erzbistum München und Freising angemeldet. An manchen Schulen mussten sogar Bewerber abgewiesen werden.

Innenhof der Sankt Irmengard-Schulen in Garmisch-Partenkirchen
Innenhof der Sankt Irmengard-Schulen in Garmisch-Partenkirchen © Kiderle

München – 1918 Schülerinnen und Schüler haben sich für das Schuljahr 2017/2018 neu an den 22 weiterführenden Schulen der Erzdiözese München und Freising angemeldet. Das gab das Münchner Ordinariat in einer Mitteilung bekannt. Im vergangenen Jahr seien es noch 1875 Neuanmeldungen gewesen, davor 1692. Die Zahlen seien damit zum zweiten Mal in Folge, ungeachtet der insgesamt sinkenden Schülerzahlen in Bayern, gestiegen.

Am Maria-Ward-Gymnasium für Mädchen in Nymphenburg sei der Andrang so groß gewesen, dass die Schule viele Interessenten hätte abweisen müssen. "Das geht schon seit einigen Jahren so", wird Direktor Hubert Gruber zitiert. "In diesem Jahr hatten wir wieder etwas über 170 Voranmeldungen für die neuen fünften Klassen." Plätze gäbe es aber nur 128 für vier Klassen. Zwei Wochen nehme sich der Schulleiter deshalb jedes Jahr Zeit, um die Bewerbungen durchzugehen und eine Auswahl zu treffen, heißt es in der Mitteilung.

Pädagogisches Konzept

Die Schülerinnen kämen aus den unterschiedlichsten Gründen, so Schulleiter Gruber: Natürlich spiele der gute Ruf der Schule eine Rolle, aber auch das pädagogische Konzept. Eltern, die ihr Kind an einer kirchlichen Schule anmelden, hofften außerdem, dass dort "christliche Werte vermittelt und gelebt werden". Werte, welche die eigene Erziehung fortsetzen und ergänzen würden. Für die Schülerinnen dagegen sei vor allem wichtig, dass sie sich gut aufgehoben fühlen und man Verständnis und Zeit für sie hat.

Neben den 22 weiterführenden Schulen unterhält die Erzdiözese noch eine Grundschule in Pullach. Dort freue man sich in diesem Jahr über rund 140 Voranmeldungen für 96 Plätze. Insgesamt besuchen derzeit knapp 12.000 Schülerinnen und Schüler eine der Erzbischöflichen Schulen. Das seien doppelt so viele wie noch im Jahr 1995. Damals wären allerdings erst 14 Schulen in Trägerschaft der Erzdiözese gewesen. Seither seien neun weitere Schulen übernommen oder neu gegründet worden. (pm/ksc)


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