Schneefälle in Oberbayern Kloster Maria Eck zwischen "Hoffen und Bangen"

14.01.2019

Nachdem das Kloster Maria Eck bedrohliche Schneemassen von seinen Dächern entfernen ließ, blickt Guardian Franz-Maria Endres sorgenvoll auf neuen Schneefall in der Region.

Schneemassen im Kloster Maria Eck
Schneemassen im Kloster Maria Eck bei Siegsdorf © Endres

Siegsdorf – Angesichts der Schneemassen sorgen sich die Franziskanerminoriten im oberbayerischen Kloster Maria Eck um die Stabilität ihrer Dächer. Nachdem sich der Schnee durch Verwehungen auf einer Höhe von bis zu zwei Metern auf den Dächern des Klosters bei Siegsdorf aufgetürmt hatte, ließ man die Schneelast in den vergangenen Tagen durch eine Firma entfernen, so Guardian Franz-Maria Endres. An diesem Montag, 14. Januar, blickte er aber erneut sorgenvoll gen Himmel, von wo neue Schneefälle niedergingen. "Da können schnell wieder 20 bis 30 Zentimeter liegen bleiben. Wir sind zwischen Hoffen und Bangen", betonte Endres. Die Klosterkirche sei derzeit gesperrt, da an ihren Außenfassaden der Abgang von Dachlawinen drohe.

Solche Mengen an Schnee habe er in den 16 Jahren, in denen er bereits im Chiemgau sei, noch nicht erlebt, so der Guardian. Zwei Brüder und der Hausmeister seien in den zurückliegenden Tagen permanent damit beschäftigt gewesen, Wege und Parkplätze rund um das auf 840 Meter Höhe liegende Kloster zu räumen. Dafür stünden ein Traktor und ein Radlader bereit, der den Schnee wegbringen könne. Seit vergangenen Donnerstag, 10. Januar, gilt im Landkreis Traunstein, in dem das Kloster Maria Eck liegt, der Katastrophenfall. (kna/ksc)


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